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Steigende Infektionszahlen : Frankfurt will bei Corona-Maßnahmen nachsteuern

Der Planungsstab der Stadt Frankfurt wird auch über die Maskenpflicht auf stark frequentierten Straßen beraten. Bild: Lucas Bäuml

Zur Stunde tagt der Verwaltungsstab der Stadt Frankfurt, um darüber zu beraten, welche der Corona-Maßnahmen verlängert und an welcher Stelle noch einmal nachgebessert werden muss. Im Anschluss an das Treffen, voraussichtlich gegen 12.30 Uhr, soll die Öffentlichkeit informiert werden.

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          Trotz der strengeren Corona-Maßnahmen ist es in der Stadt Frankfurt in den vergangenen Tagen nicht gelungen, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu verringern. Mit  70,9 bestätigten neuen Corona-Fällen je 100.000 Einwohner ist die Stadt nicht mehr weit von der fünften und somit höchsten Stufe des Präventions- und Eskalationskonzepts des Landes Hessen entfernt. Diese liegt bei einem Wert von 75. Wird dieser Wert überschritten, übernimmt beispielsweise der Planungsstab des Landes Hessen die Steuerung der medizinischen Lage.

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Laut Aussagen von Stefan Majer, Gesundheitsdezernent der Stadt Frankfurt (Die Grünen), werde in der Sitzung an diesem Donnerstagmorgen unter anderem darüber beraten, ob die bisher verhängten Maßnahmen verlängert werden. Auch gehe es darum, bei der ein oder anderen Regelung, die in der vergangenen Woche verkündet wurde, noch einmal nachzusteuern. Außerdem sollen laut Majer darüber beraten werden, wie künftig zu verhängende Maßnahmen besser mit den Nachbarstädten und Landkreisen abgesprochen werden können. „Wir wollen eine regionale Linie reinbringen“, sagt Majer. Nur wenn die die Regelungen für die Bürger nachzuvollziehen seien, bestehe die Chance, dass sie auch akzeptiert und gelebt würden.

          Die F.A.Z. wird aktuelle über die Ergebnisse des Treffens des Planungsstabs informieren. Der Termin für die Pressekonferenz ist für 12.30 Uhr angesetzt.

          Auch hessenweit Anlass zur Sorge

          Die Zahl der neuen Corona-Infektionen steigt derweil in Hessen weiter deutlich an. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts in Berlin vom Donnerstag wurden innerhalb eines Tages weitere 662 Fälle bestätigt. Zwei Menschen starben demnach an den Folgen einer Infektion, insgesamt gibt es damit bisher 569 Todesfälle. Seit Beginn der Pandemie wurden 23.481 Infektionen gemeldet.

          Zu den Corona-Hotspots in Hessen gehören weiterhin mehrere Städte und Kreise: Kassel hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 97,5 - das ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb binnen sieben Tagen. Als kritische Schwelle gilt der Wert 50. In der Stadt Offenbach liegt die Inzidenz bei 89,8, im Kreis Groß-Gerau bei 71,4. Der Main-Taunus-Kreis weist einen Wert von 54,9 auf. Es ist möglich, dass einzelne von Kommunen gemeldete Zahlen abweichen, da die Kreise die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kreise selbst nennen, sind in der Regel neuer als die aus Berlin oder Wiesbaden.

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