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Streit um Kurzstreckenflüge : Ohne Zubringer geht es nicht

Flug oder Zug: LH3512 nach Köln Hauptbahnhof bringt die Passagiere auf der Schiene ans Ziel. Bild: dpa

Kurzstreckenflüge sind umstritten. Viele wären selbst aus Sicht der Airlines verzichtbar – wenn die Bahn adäquaten Ersatz sicherstellen könnte. Das kann sie aber noch nicht.

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          Kein Flug mehr von Frankfurt nach Nürnberg, keiner mehr nach Stuttgart, keine Flugverbindung nach Düsseldorf und die nach Hannover auch auf der Kippe. So könnte es aussehen, wenn die ursprünglichen Vorschläge zum Klima-Paket der französischen Regierung für nationale Kurzstreckenflüge auch in Deutschland angewandt würden. Danach wollte man im Nachbarland Flüge untersagen, deren Ziel auch mit der Bahn in maximal 2,5 Stunden zu erreichen ist.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Im Winterflugplan 2019, also in der Zeit vor Beginn der Corona-Pandemie, wären von einem solchen rigorosen Verbot rund 30 Starts und 30 Landungen je Verbindung und Woche tangiert gewesen. Angesichts von rund 1400 Flugbewegungen, die der Frankfurter Flughafen vor der Pandemie am Tag notierte, allerdings keine allzu dramatischen Zahlen. Hinzu kommt, dass die französische Regierung in ihrem derzeit diskutierten Klima-Plan, der auf Vorschlägen eines Bürgerkonvents nach den Gelbwesten-Protesten beruht, die Sache mit den nationalen Kurzstreckenflügen in wichtigen Punkten im Sinne der Luftverkehrswirtschaft verändert hat: So soll das Verbot nicht gelten, wenn die nationalen Kurzstreckenflüge Teil eines Gabelfluges sind, also der Zielflughafen der Reise nicht identisch ist mit dem Startflughafen des Rückfluges. In der Branche geht man zudem davon aus, dass auch Zubringerflüge unter die Ausnahmeregelungen fallen.

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