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Regionaltangente West : Startschuss für ein großes Bahnrojekt

DB-Netz-Vorstandsvorsitzender Frank Sennhenn, RMV-Chef Knut Ringat, RTW-Geschäftsführer Horst Amann, Mobilitätsdezernent Stefan Majer, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und die Erste Beigeordnete des Kreises Offenbach, Claudia Jäger. Bild: Frank Rumpenhorst

Eines der wichtigsten Schieneninfrastrukturprojekte der Region Rhein-Main wird nach rund 30 Jahren Diskussion doch noch Wirklichkeit. Hessens Grünen-Verkehrsminister Tarek Al-Wazir spricht von einem „historischen Moment“.

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          Selten ist bei einem symbolischen ersten Spatenstich der eigens für diesen Anlass aufgeschüttete Sand so enthusiastisch in die Luft geworfen worden wie am Montag beim Baustart für die Regionaltangente West (RTW). Sie ist eines der wichtigsten Schieneninfrastrukturprojekte der Region. Zweisystem-Stadtbahnen sollen eines Tages von Bad Homburg über Eschborn und Frankfurt-Höchst zum Flughafen und weiter über Neu-Isenburg bis zum Bahnhof Buchschlag in Dreieich fahren. Der Enthusiasmus hat einen Grund: Jeder der Verantwortlichen kann auf einen Zeitpunkt in den vergangenen Jahren verweisen, als das Vorhaben trotz dreißigjähriger Diskussion wieder einmal „auf Messers Schneide stand“, wie Frankfurts Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) bekannte.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Er selbst, ein überzeugter Verkehrs- und Regionalpolitiker, habe mitunter gedacht: „Dann fährt dieses regionale Projekt halt an die Wand.“ Denn diese wirtschaftlich prosperierende und deshalb attraktive Rhein-Main-Region kann fast alles, nur in der regionalen Zusammenarbeit tun sich die Kommunen schwer. Majer zufolge hat auch Frankfurt dem Vorhaben kritisch gegenübergestanden. Schließlich führt die Regionaltangente nicht nach Frankfurt hinein, sondern durch den Frankfurter Westen und damit an der Innenstadt vorbei. Dafür nicht unerhebliche Beträge in die Hand zu nehmen, sei für viele Politiker nicht vorstellbar gewesen. Den Durchbruch habe es erst gegeben, als EU-Fördermittel in Aussicht standen.

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