https://www.faz.net/-gzg-a7zca

Städtische Bühnen : Alle gegen den Osthafen?

Simulation eines Neubaus der Städtischen Bühnen auf dem Raab-Karcher-Areal im Osthafen Bild: OMA

Der Streit um die Städtischen Bühnen in Frankfurt geht weiter. Die Landesregierung will keinen Neubau auf dem Raab-Karcher-Areal im Osthafen. Damit will sich die Frankfurter CDU nicht zufrieden geben.

          3 Min.

          Manchmal muss es Ina Hartwig so gehen, als spräche sie zu Blinden von der Farbe. Denn immer wieder wird die SPD-Kulturdezernentin mit Äußerungen konfrontiert, die ihre Entscheidung, die maroden Städtischen Bühnen abzureißen und durch Neubauten zu ersetzen, in Zweifel ziehen. Die Materie ist komplex, und meistens sind die Beiträge nicht so kenntnisreich wie der des Architekten Till Schneider. Sein Büro Schneider und Schumacher hatte das Gutachten, das zu der Entscheidung für einen Abriss führte, überprüft. Schneider und seine Mitarbeiter hinterfragen einige Ergebnisse. Sie meinen, dass ein Erhalt und „Weiterbau“ der Theater-Anlage am Willy-Brandt-Platz vertretbar seien. Wenn man die Erneuerung der Haustechnik geschickt plane, ließe sich die Kettenreaktion, die zu jener Abrissentscheidung führte, aufhalten.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dass eine Sanierung der Bühnen die bessere Variante wäre, habe sie selbst lange gedacht, sagt Hartwig. Aber sie sei nach gründlicher Prüfung schließlich zu dem Schluss gekommen, dass sie diesen Weg nicht empfehlen könne. Eine Sanierung sei mit unkalkulierbaren Risiken und einer langen Bauzeit verbunden. Zudem müssten beide Bühnen ausgelagert werden, was enorme Kosten verursache. Das Gebäude sei keine „Gesamtarchitektur“, sondern ein inhomogenes Konglomerat.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Neuer Mercedes SL : Renner, Roadster, Rentner

          Mit der achten Generation des SL kehrt Mercedes zum Stoffdach zurück und ersetzt den Doppelnamen Mercedes-Benz durch Mercedes-AMG. Die Tochter in Affalterbach baut auch den Wagen. Ein Plug-in-Hybrid ist in Vorbereitung.
          Zwei strategische Tu-95-Bomber der russischen Luftwaffe auf einem Stützpunkt in Russland

          F.A.Z. Frühdenker : Kommt es zu einem heißen Krieg in Europa?

          Die NATO verstärkt ihre Präsenz in Osteuropa, die EU denkt über Sanktionen gegen Russland nach. Bund und Länder bleiben bei ihrer Corona-Strategie. In Heidelberg hält das Entsetzen über die Bluttat an der Universität an. Der F.A.Z.-Newsletter.