https://www.faz.net/-gzg-qvzk

Städtebau : Wieder Hoffnung auf "Superdome"

  • Aktualisiert am

Die wieder hervorgeholten Pläne des Besitzers der Frankfurter Eishockey-Lions, am Waldstadion eine multifunktionale Großhalle zu bauen, stoßen im Römer grundsätzlich auf Zustimmung.

          2 Min.

          Die wieder hervorgeholten Pläne des Besitzers der Frankfurter Eishockey-Lions, am Waldstadion eine multifunktionale Großhalle zu bauen, stoßen im Römer grundsätzlich auf Zustimmung. Die Stadt sei bereit, einem privaten Investor Wege zu ebnen und ein solches Vorhaben konstruktiv zu begleiten, sagte Ralph Klinkenborg, der Sprecher von Sportdezernent Joachim Vandreike (SPD), am Dienstag auf Anfrage. Zunächst sei jedoch der Initiator des Projekts und Alleingesellschafter der Lions, Gerd Schröder, gefordert, ein überzeugendes Finanzierungskonzept vorzulegen. Schröder strebt, wie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet, den Bau eines 80 Millionen Euro teuren "Superdomes" neben der Commerzbank-Arena an, der bis zu 14 000 Zuschauer fassen kann.

          In den vergangenen Jahren waren allerdings bereits mehrere ähnliche Vorstöße Schröders daran gescheitert, daß er für sein Vorhaben keine Investoren präsentieren konnte. Zuletzt hatte er zudem beklagt, der von der Stadt geforderte Erbpachtzins für das Gelände am Stadion sei zu hoch, um eine Refinanzierung der Halle möglich zu machen. Inzwischen ist der Lions-Chef aber offenbar bereit, auf die Bedingungen der Stadt einzugehen. Einig sind sich Vandreike und Schröder dem Vernehmen nach zumindest darin, daß das Areal der früheren Radrennbahn auf dem Stadiongelände der ideale Standort für eine Großhalle wäre. Schröder hofft nach eigenen Angaben auf rund 100 Veranstaltungen im Jahr in der Halle, darunter 30 bis 35 Eishockey-Spiele sowie rund 20 Heimspiele des Basketballteams der Frankfurt Skyliners je Saison.

          Im Herbst 1998 hatte Schröder erstmals laut von einer Großsporthalle in Frankfurt geträumt und in den folgenden Jahren immer wieder einmal Vorstöße in den Medien und bei der Stadt gestartet. Im vergangenen Jahr präsentierte er erstmals ein Modell seiner Vision. Weil er meinte, für seinen Wunschtraum in Frankfurt nicht genügend Unterstützung zu bekommen, hatte er zwischenzeitlich sogar damit gedroht, seinen Eishockeyclub zu schließen oder der Stadt mit dem Team den Rücken zu kehren. Die Absicht, den "Superdome" möglicherweise auf dem Gelände des Camp-Phönix-Parks zwischen Eschborn und Schwalbach zu realisieren, scheiterte nach Darstellung von Schröder jedoch am Widerstand in Schwalbach. Blieb als Alternative noch ein Areal am Bieberer Berg in Offenbach: Dort, so Schröder, sei er zwar mit offenen Armen empfangen worden, er sei jedoch zu dem Schluß gekommen, daß die "Lions" als Frankfurter Club auch weiter in Frankfurt antreten müßten.

          Kritik von jenseits des Mains, Schröder habe die Option Offenbach überhaupt nur ins Gespräch gebracht, um seine Verhandlungsposition in Frankfurt zu verbessern, wurde im Römer am Dienstag zurückgewiesen. "Die Bedingungen für den Bau eine Großhalle am Waldstadion sind die gleichen wie vor einem Jahr", heißt es im Büro von Sportdezernent Vandreike. Schröder wisse, worauf er sich einlasse, jetzt sei es an ihm, das nötige Geld aufzutreiben. (ler.)

          Weitere Themen

          Wie man eine Bierflasche auftreten kann Video-Seite öffnen

          Geht doch : Wie man eine Bierflasche auftreten kann

          Es gibt viele Möglichkeiten, Bierflaschen aufzumachen. Mit dem Feuerzeug, am Bierkasten oder auch mit dem zwölfer Schraubschlüssel aus der Werkzeugkiste. Es geht aber auch spektakulärer, wie F.A.Z.-Redakteurin Marie Lisa Kehler zeigt.

          Topmeldungen

          Im Streit mit der EU: Vor dem polnischen Verfassungsgericht am 22. September

          Polens Streit mit der EU : Aus politischen Gründen vertagt?

          Zum vierten Mal hat das polnische Verfassungsgericht die Entscheidung darüber aufgeschoben, ob nationales über EU-Recht steht. Dahinter stecke Kalkül, heißt es aus Brüssel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.