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Sportkreis Frankfurt : Dissens wegen Mainwasen

Tristesse im Sport: Corona setzt den Vereinen zu, das Sportgelände Mainwasen soll der Europäischen Schule weichen Bild: Wonge Bergmann

Der Sportkreis ist gegen die Pläne einer Europäischen Schule auf dem Sportgelände in Frankfurt. Er bemängelt zudem, dass der Breitensport in der Corona-Debatte keine Beachtung finde.

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          Die Kulisse demonstrierte schon die etwas trostlose Lage, in der sich der Sport auch in Frankfurt befindet. In der weiten Leere der Fabriksporthalle an der Wächtersbacher Straße standen einsam ein Badmintonnetz und 20 Meter weiter ein Boxsack mit einem Paar Handschuhe. Sportler waren nicht aktiv, der Stillstand erlaubte nur ein paar Stühle und Stehtische, damit Roland Frischkorn als Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt aus gebotener Distanz mit Stadtrat Markus Frank (CDU) über die Jahresbilanz sprechen konnte.

          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Rückschau auf 2020 war geprägt von Corona und der misslichen Situation der Sportvereine, die zum Nichtstun gezwungen im Schnitt gut fünf Prozent ihrer Mitglieder verloren haben; lediglich Tennisabteilungen oder der Alpenverein haben zugelegt. „Mir fehlt das Verständnis, dass der Breitensport in der gesamten Debatte um Corona keine Rolle spielt und auf Bundesebene kein Gehör findet“, sagte Frischkorn. „In den Supermarkt dürfen 70 Leute, und wir dürfen offiziell nur zwei Leute in diese Sporthalle mit vier abtrennbaren Feldern lassen.“ Inoffiziell, dazu stand Frischkorn, lasse man auch Basketballgruppen mit zehn Spielern in die vom Sportkreis verwaltete Halle – unter strenger Wahrung von Abstandsregeln.

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