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Frankfurt : 500 Menschen demonstrieren gegen die Politik Erdogans

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Aufgebracht: Nach Polizeiangaben blieb die Kundgebung friedlich. Bild: dpa

In Frankfurt ist es zu einer spontanen Kundgebung gekommen. Die vorwiegend kurdischen Teilnehmer protestierten gegen die jüngsten Entwicklungen in der Türkei.

          Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Türkei haben in Frankfurt rund 500 Menschen gegen Staatschef Erdogan demonstriert. Sie zogen am Freitag in einer spontanen Kundgebung friedlich vom Generalkonsulat zur Innenstadt. Die Polizei musste nach eigenen Angaben die zumeist kurdischen Teilnehmer von einem Demonstranten trennen, der eine türkische Flagge schwenkte. Augenzeugen berichteten von zwei Festnahmen, die die Polizei jedoch nicht bestätigte. Es seien lediglich die Personalien des Provokateurs festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Behörde.

          Die Linke im hessischen Landtag verurteilte unterdessen die Vorkommnisse in der Türkei als einen weiteren Schritt zur Ausschaltung der Demokratie. Die Abgeordnete Mürvet Öztürk (parteilos), Handan Özgüven und Turgut Yüksel (SPD) riefen die Bundesregierung dazu auf, die Türkei zur Deeskalation aufzufordern. „Mit dieser Politik provoziert die AKP-Spitze eine beispiellose politische Eskalation, die den innertürkischen Zusammenhalt spalten und eine weitere Destabilisierung des Mittleren Ostens erzeugen soll“, heißt es in einer gemeinsam veröffentlichten Erklärung.

          Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Deutschland am Donnerstag vorgeworfen, Terroristen Unterschlupf zu bieten, statt „rassistische Übergriffe gegen Türken“ zu verhindern. Zuvor hatte es bereits Festnahmen von Politikern der pro-kurdischen Partei HDP und Journalisten gegeben. Weitere Kurden-Demonstrationen waren in Frankfurt nach Angaben des Ordnungsamtes für das Wochenende nicht geplant.

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