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Sanierung der Ratswegbrücke : Weitere Geduldsprobe für Autofahrer in Frankfurt

Heikle Parallele: Die Ratswegbrücke, hier links neben der A 661, führt über sieben Gleise. Bild: Stadtvermessungsamt Frankfurt

Die Stadt Frankfurt muss mit der Ratswegbrücke ihre zentrale Verkehrsachse im Osten sanieren. Seit März ist das Befahren in Richtung Norden schon nicht mehr möglich. In den Sommerferien folgt nun die Sperrung. Das Verkehrsdezernat befürchtet Staus.

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          Der Frankfurter Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) und die zuständigen Äm­ter wissen, was auf sie zu­kommt. Da könnten noch so viele Hinweistafeln installiert und Informationen ausgegeben werden, selbst wenn diese auf dem städtischen Verkehrsinformationsportal „Mainziel“ jederzeit digital abrufbar seien: „Direkt nach der Sperrung wird es Proteste hageln“, sagt der Grünenpolitiker. So war es schon Ende März, als das Straßenbauamt mit der Sanierung der 1983 gebauten Brücke begonnen hatte und dazu die direkte Verbindung von der Ha­nauer Landstraße nach Bornheim und in den Riederwald, also in Fahrtrichtung Norden, abgeriegelt wurde. Damals stieg die Stauzeit auf der Hanauer Landstraße von einem Tag auf den anderen von fünf auf 25 Minuten, wie das Straßenverkehrsamt feststellte. Inzwischen liege sie mit sechs Mi­nuten wieder fast auf demselben Niveau wie vor Beginn der Arbeiten.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Wir erreichen einfach nicht alle Leute“, sagt Wolfgang Siefert vom Verkehrsdezernat. Die Fachleute aus dem Straßenbauamt, die Ende März tagelang missmutigen Autofahrern am Telefon Rede und Antwort standen, wissen auch, wer am wenigsten auf Hinweise und Informationen reagiert: „Das sind die Pendler.“ Aufgrund ihrer Er­fahrung legten sie ihre Strecken wie automatisiert zurück. Um die zu erwartenden Staus wenigstens etwas abzumildern, hat Majer schon jetzt gemeinsam mit den Fachleuten der städtischen Baustellenkoordinierung und dem Straßenbauamt begonnen, die Autofahrer auf die Vollsperrung einzustimmen. Zumal diese am Tag nach der Schließung der Schulen, also am Samstag, 23. Juli, beginnt und erst am letzten Sonntag der Sommerferien, dem 4. September, enden wird.

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