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Ohnmacht der Frankfurter SPD : Feldmann, die Basis und das gute Zureden

Da redeten sie noch miteinander: Peter Feldmann (links) und Mike Josef auf dem SPD-Parteitag im August 2020 Bild: Wolfgang Eilmes

Wie wird eine Partei jemanden los, der freiwillig nicht gehen will? Die Frankfurter SPD ist ratlos, wie sie Oberbürgermeister Feldmann zum Rücktritt bewegen soll.

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          In der Frankfurter SPD ist kaum jemand überrascht. „Wir kennen doch unseren Peter“, sagen viele, nachdem Oberbürgermeister Feldmann verkündet hat, trotz der großen Empörung über seine Fehltritte und zahlreicher Rücktrittsforderungen im Amt zu bleiben. Für die SPD und deren Ansehen wird er damit zunehmend zum Problem.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie wird man jemanden los, der nicht freiwillig gehen will? Die Ortsvereinsvorsitzenden versuchen es mit gutem Zureden. Feldmanns Ankündigung, bis zum Ende der Sommerpause nahezu vollständig auf repräsentative Termine in Paulskirche und Kaisersaal zu verzichten, reiche nicht annähernd aus, schreiben sie in einem „Brief der SPD-Parteibasis“ und wenden sich geradezu flehentlich an Feldmann: „Dein Verhalten in den letzten Tagen, aber auch Dein Umgang mit den erhobenen Vorwürfen zeigen uns, dass Du offensichtlich die Schwere der Vorwürfe und die Tragweite der Situation, in der Du Dich befindest, nicht verstanden hast. Mit diesem Verhalten fügst Du nicht nur Dir selbst, sondern auch der SPD immensen Schaden zu.“

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