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Spatenstich : Eingang zum Europaviertel

Der Bau des Towers 185 (links) im Frankfurter Europaviertel hat begonnen Bild:

Der Bau des Tower 185, des ersten Hochhauses im Europaviertel, hat begonnen. Das wurde mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert. Ende 2011 soll das Gebäude fertig sein. Hauptmieter sind die Wirtschaftsprüfer von Price Waterhouse Coopers.

          Die „größte Baustelle in Mitteleuropa“ liegt in Frankfurt. So hat der Pressesprecher des Projektentwicklers Vivico, Wilhelm Brandt, das Europaviertel bezeichnet, das zwischen Messe, Gallus- und Bankenviertel langsam Konturen annimmt. Für den „Tower 185“, der als erstes Hochhaus im Quartier gewissermaßen den Auftakt zu dem Viertel bildet, wurde am Montag der symbolische erste Spatenstich gesetzt. Brandt dankte im Namen des Projektentwicklers für die „gute Zusammenarbeit“ mit der Stadt.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Wirtschaftsprüfer von Price Waterhouse Coopers ziehen als Hauptmieter in das Sockelgebäude und die oberen Etagen des „Tower 185“, der nach den Plänen des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler an der Friedrich-Ebert-Anlage bis Ende 2011 errichtet wird. Mäcklers markanter, sechsgeschossiger Natursteinsockel mit Arkaden in den unteren beiden Geschossen legt sich wie ein Hufeisen um einen großen, platanenbestandenen Platz. An dessen westlichem Ende wird der 50 Stockwerke hohe Aluminiumturm gebaut. Für den Architekten steht „die Verwurzelung mit dem Ort“ im Vordergrund. „Es wird das erste Hochhaus, dessen Sockel mit Schiefer gedeckt ist“, sagte Mäckler gestern.

          Roth: „Symbol für den Erfolg der Politik“

          Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) wertete den Spatenstich zu dem Projekt als „Symbol für den Erfolg der Politik“. Rückblickend auf die schon mehr als zehn Jahre dauernde Planung für das Europaviertel sagte sie: „Es ist die Baustelle, die uns am längsten beschäftigt hat.“ Roth genoss sichtlich, dass es nun auch mit dem benachbarten Einkaufs- und Kongresszentrum Skyline Plaza voranzugehen scheint, dessen Bau die Stadtverordneten am Donnerstag beschlossen haben. An Planungsdezernent und Parteifreund Edwin Schwarz richtete sie die Worte: „Lieber Edwin, wir sind genug angefeindet worden.“

          Roth lobte Mäcklers Architektur, als „Zeichen, wohin diese Stadt will“. Gemeinsam mit Vivico-Geschäftsführer Bernhard Hansen und Price-Waterhouse-Coopers-Vorstandssprecher Hans Wagener sei er einer von drei Frankfurtern, die für „Nachhaltigkeit in Architektur, Strukturwandel und Mobilität“ stünden. Am T 185 bestätige sich: „Frankfurt ist die Stadt mit den schönsten Hochhäusern.“

          Mehr als 60 Prozent der Mietfläche im T 185 sind bereits vergeben. Mit dem Umzug aus dem Mertonviertel verlagert Price Waterhouse Coopers seinen Frankfurter Sitz in die Nähe des Bankenviertels. „Die Mitarbeiter sehnen sich danach, wieder in die Innenstadt zu kommen“, sagte Wagener und fügte hinzu: „Das Büro der Zukunft muss innenstadtnah sein.“ Im Energieverbrauch soll das Gebäude modernen Maßstäben genügen. Vivico strebt das Gütesiegel „Leed“ für umweltfreundliches Bauen an. Dies soll insbesondere durch das Schließen der Fassade gelingen, indem nicht nur Glas, sondern auch andere Materialien zum Einsatz kommen. „Glashochhäuser sind Energieschleudern“, sagte Mäckler. Ein Hochhaus aus Glas sei „nichts anderes als ein riesengroßer Wintergarten“

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