https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/soziologin-ulrike-ackermann-ueber-die-gefaehrdung-der-demokratie-18477467.html

Die Gefährdung der Demokratie : „Wir müssen wieder Debatten führen“

„Neue Schweigespirale“: Damit beschreibt Ulrike Ackermann eine soziale Dynamik, wonach sich die Menschen weniger trauen, etwas zu sagen, weil es womöglich politisch nicht völlig korrekt ist. Bild: Picture Alliance

„Cancel Culture“ und „Political Correctness“ gefährden nach Ansicht der Soziologin Ulrike Ackermann Freiheit und Demokratie. Sie fordert alle auf, diese Werte zu verteidigen.

          7 Min.

          Ulrike Ackermann ist Soziologin und Politikwissenschaftlerin. Die Frankfurterin Professorin ist zudem Direktorin des John Stuart Mill Instituts in Bad Homburg. Sie gilt als Freiheitsforscherin. Seit Jahren beschäftigt sie sich schon mit den Themen Freiheit, offene Gesellschaft und Demokratie. In ihrem neuesten Buch, das mit dem Titel „Die neue Schweigespirale“ in diesem Frühjahr erschienen ist, beschreibt sie die von ihr beobachtete Entwicklung, wonach sich immer weniger Menschen trauen, etwas zu sagen, „weil es möglicherweise nicht völlig politisch korrekt ist“. Ackermann sieht durch diese Entwicklung auf lange Sicht die Debattenkultur und letztlich auch die Demokratie und die offene Gesellschaft gefährdet.

          Carsten Knop
          Herausgeber.
          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Frau Ackermann, Sie kritisieren, dass es eine „neue Schweigespirale“ gebe. Dabei wird doch alles von jedem kommentiert.

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