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Schüsse im Bahnhofsviertel : Angreifer wollte Prostituierte zwingen, Drogen zu konsumieren

Polizisten stehen vor einer Absperrung während des Einsatzes im Frankfurter Bahnhofsviertel. Bild: dpa

Einen Tag nach den Schüssen im Bahnhofsviertel, bei dem ein 23 Jahre alter Mann ums Leben kam, sind nun Details zu den Hintergründen bekannt geworden. Bei dem Einsatz wurde zudem ein Diensthund schwer verletzt.

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          Nach dem Großeinsatz im Bahnhofsviertel, bei dem am frühen Dienstagmorgen ein Mann in einer Bedrohungssituation von der Polizei getötet worden war, klären sich nun die Hintergründe der Tat. So habe der 23 Jahre alte Somalier nach derzeitigen Erkenntnissen am frühen Morgen zwei Prostituierte in das Hotel an der Moselstraße „bestellt“. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt weiter mitteilte, hat er die Frauen dann im Laufe des Treffens gezwungen, Drogen zu konsumieren, was die Frauen jedoch ablehnten.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Daraufhin habe der Mann, der zuvor schon wegen Drogen- und Gewaltdelikten bekannt gewesen sei, die Frauen mit einem Messer bedroht. Auch eine Schusswaffe soll er dabei gehabt haben, die aber nicht zum Einsatz gekommen sei. Die Frauen konnten schließlich aus dem Hotelzimmer fliehen. Als kurze Zeit später Beamte des Spezialeinsatzkommandos in das Hotel kamen, um den Angreifer zu überwältigen, habe dieser den Polizeihund mit einem Messer so schwer verletzt, dass das Tier stark blutend zusammenbrach, wie es aus Polizeikreisen heißt. Der Hund musste notoperiert werden. Derzeit sei noch unklar, ob das Tier überleben werde.

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