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Schlaganfälle behandeln : Mit feinem Drahtnetz auf Blutgerinnsel-Jagd

Mit einem Schlaganfall in die Notaufnahme eines Krankenhauses: Oft wird zu lange gezögert, bis Hilfe angefordert wird. Jede Minute zählt. Bild: dpa

Das Uniklinikum Frankfurt und die F.A.Z. bieten eine virtuelle Vortragsreihe für Bürger an. „Time is brain. Schlaganfall – sofort erkennen und richtig handeln“ ist das erste Thema im „Gesundheitsforum“.

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          Wenn Elke Hattingen aus ihrem Berufsalltag erzählt, könnte der Eindruck entstehen, sie arbeite mit schwerem Gerät. Sie spricht von „zertrümmern“, „bürsten“ und „saugen“. Und manchmal flucht sie auch. „Verdammt“, sagt sie leidenschaftlich gerne und klingt dabei wirklich ein bisschen wütend. Hattingen ist Direktorin des Instituts für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die Geräte, mit denen sie hantiert, könnten filigraner kaum sein. „Wir arbeiten immer im Millimeterbereich.“ Gemeinsam mit ihren Kollegen behandelt sie Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben. Ergänzend zur medikamentösen Therapie, entscheiden sich die Ärzte oft, einen komplexen Eingriff vorzunehmen, um verstopfte Gefäße wieder frei zu bekommen.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          „Thrombosen fangen“, nennt Hattingen das. Mithilfe eines Mikrokatheters, der durch die Leistenarterie eingeführt und durch den später ein Stent geschoben wird, können die Ärzte bis in die Hirnarterie vordringen, um Blutgerinnsel zu entfernen. „Wir bergen sie“, sagt Hattingen. Und so eine Bergung muss schnell gehen. Denn bei einem Schlaganfall ist jede Minute entscheidend.

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