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Samson zieht nach Offenbach : Schwerer Schlag für Frankfurt

Bald steht hier nicht mehr Samson am Eingang: Das Unternehmen dürfte es auch gereizt haben, an einem neuen Standort das Werk völlig neu aufzubauen. Bild: Wolfgang Eilmes

Der Fall Samson zeigt abermals, dass es in Frankfurt an Industrieflächen fehlt. Verschwinden die industriellen Arbeitgeber weiter, wird sich die Stadt vieles nicht mehr leisten können.

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          Immerhin, es hätte noch schlimmer kommen können. Der Maschinenbauzulieferer Samson hätte sich auch entschließen können, ins lohngünstigere Ausland zu gehen, nach Osteuropa zum Beispiel. Dass der Ventilhersteller stattdessen nur ein paar Kilometer weiterzieht und damit 1900 Arbeitsplätze und Gewerbesteuermillionen der Region erhalten bleiben, ist für das Rhein-Main-Gebiet darum insgesamt eine gute Nachricht.

          Das wird die Stadt Frankfurt aber nicht trösten, die damit einen weiteren großen Steuerzahler ans Umland verliert. Was Samson dazu getrieben hat, ist schwieriger zu beantworten als etwa bei der Deutschen Börse, die 2010 von der niedrigen Gewerbesteuer nach Eschborn gelockt worden war, oder der Großmetzgerei Brandenburg, der schlicht der Platz zu eng wurde. Der Magistrat hatte im Fall Samson die Gefahr erkannt und war bereit, viele Forderungen des Unternehmens zu erfüllen. Das hat aber offensichtlich nicht gereicht.

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