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Bundesweite Anteilnahme : S-Bahn-Station bekommt Gedenktafel für getöteten Schüler

  • Aktualisiert am

Bekommt eine Gedenkplakette zu Ehren von Alptug Sözen: S-Bahnstation Ostendstraße Bild: Daniel Vogl

Im November wollte der junge Hanauer Alptug Sözen in Frankfurt einen auf die Gleise gefallenen Mann vor einer nahenden S-Bahn retten. Diese Hilfsaktion bezahlte er mit dem Leben. Nun ehrt ihn die Stadt.

          Eine Gedenktafel in der Frankfurter S-Bahn-Station Ostendstraße soll künftig an den Schüler erinnern, der dort im vergangenen Jahr bei einem Rettungsversuch ums Leben kam. Wie die Stadt am Montag mitteilte, sollen in der Station zudem mehrere Zusatzschilder mit dem Schriftzug „Alptug-Sözen-Station“ aufgehängt werden.

          „Das Schicksal Alptugs hat viele Menschen weit über die Grenzen Frankfurts hinaus tief bewegt“, begründete Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) die Aktion. Die Einweihung der Gedenktafel ist den Angaben zufolge für Juni geplant.

          Der 17 Jahre junge Hanauer war im November an der Haltestelle Ostendstraße ums Leben gekommen. Er hatte einem betrunkenen Obdachlosen helfen wollen, der auf den Gleisen lag. Dabei bemerkte der Jugendliche zu spät den herannahenden Zug, der ihn überrollte.

          Zehntausende Unterzeichner aus ganz Deutschland hatten in den Tagen danach per Online-Petition gefordert, die S-Bahn-Station Ostendstraße in Alptug-Sözen-Station umzubennen. Adressat waren die Stadt Frankfurt und die Deutsche Bahn. Und Feldmann forderte in einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite dazu auf, „ihn nicht zu vergessen“.

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