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Verstöße gegen Nachtflugverbot : Ryanair zieht zwei späte Flüge nach Frankfurt vor

  • Aktualisiert am

Öfter zu spät in Frankfurt: Ryanair Bild: dpa

Mit zahlreiche Verspätungen am Abend und Verstößen gegen das Nachtflugverbot in Frankfurt hat Ryanair die Aufsichtsbehörde verärgert. Das Land macht Druck, die Iren reagieren. Doch die Opposition im Landtag will mehr.

          Der irische Billigflieger Ryanair wird zwei Flüge künftig früher am Abend anbieten als bisher. „Ryanair hat uns mitgeteilt, dass die planmäßige Landung der Maschine aus London-Stansted vom 1. Juni an von 22.30 bzw.22.35 Uhr auf 22.10 Uhr vorgezogen wird, die aus Catania vom 7. Juni an von 22.30 Uhr auf 21.15 Uhr“, sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir im Landtag. Dies sei das Ergebnis eines weiteren sehr ernsthaften Gesprächs mit Ryanair, sagte der Grünen-Politiker laut Mitteilung des Ministeriums.

          Anlass der Vorverlegung sind zahlreiche Verspätungen und Verstöße gegen das Nachtflugverbot in Frankfurt, das von 23 Uhr bis 5 Uhr gilt. „Wir werden den Druck weiterhin hoch halten“, verspricht Al-Wazir.

          Opposition: Druck erhöhen

          Angesichts der vielen verspäteten Landungen am Frankfurter Flughafen fordert die Opposition im hessischen Landtag, den Druck auf die Fluggesellschaft Ryanair zu erhöhen. Allein 38 Maschinen des Billigfliegers landeten im April nach 23 Uhr auf dem größten deutschen Airport. „Die Hälfte aller verspäteten Landungen geht auf das Konto von Ryanair“, sagte Linken-Fraktionschefin Janine Wissler im Landtag in Wiesbaden. Das dürfe die Landesregierung nicht tatenlos hinnehmen.

          „Wir halten den Druck hoch“, entgegnete Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Derzeit werde geprüft, ob die Verspätungen auf einen zu engen Flugplan zurückzuführen seien. Das wäre eine Ordnungswidrigkeit und könnte mit bis zu 50.000 Euro Buße pro Fall geahndet werden. Zwei späte Flüge aus London-Stansted und Catania seien jedoch bereits vorverlegt worden. „Bei Ryanair zählen für mich nur noch Taten, keine Ankündigungen mehr“, erklärte der Minister.

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