https://www.faz.net/-gzg-qf00

Rotkreuz-Krankenhäuser : Hilfe für Sportler und Schwerstkranke

  • Aktualisiert am

Auch für Patienten, die an schlechte Nachrichten gewöhnt sind, gibt es immer mal wieder Lichtblicke. Sei es, weil neue Behandlungsmethoden ungeahnte Lebensperspektiven eröffnen, sei es, weil Krankenhäuser ...

          4 Min.

          Auch für Patienten, die an schlechte Nachrichten gewöhnt sind, gibt es immer mal wieder Lichtblicke. Sei es, weil neue Behandlungsmethoden ungeahnte Lebensperspektiven eröffnen, sei es, weil Krankenhäuser sich dem Wettbewerb stellen und für ein hotelähnliches Ambiente sorgen oder sich mit Spezialangeboten profilieren. 1992 unter der Trägerschaft des neu gegründeten Betriebsvereins der Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser zusammengeschlossen, sind die Klinik Maingau an der Scheffelstraße und die Klinik Rotes Kreuz an der Königswarterstraße gute Beispiele dafür.

          Im "Maingau" mit 188 Betten kann jeder Versicherte darauf vertrauen, sich das freundlich eingerichtete Krankenzimmer mit höchstens einem anderen Patienten teilen zu müssen. Die umfassende Erneuerung der Klinik Rotkreuz ist in der Endphase. Ein komplett neuer Funktionstrakt ist bereits gebaut, der Umbau der Intensiveinheit und die Modernisierung der Zimmer sind ebenfalls abgeschlossen. Demnächst wird damit begonnen, einen Gebäudeflügel um drei Etagen für Privatpatienten zu erweitern. Die Fertigstellung ist in etwa anderthalb Jahren geplant. Für das dreiteilige Bauprojekt bringt das Land Hessen insgesamt rund zwölf Millionen Euro auf, weitere sechs Millionen kommen aus Eigenmitteln hinzu.

          Schon jetzt ist unter den Patienten viel Prominenz, von Spitzensportlern über Schauspieler und Sänger bis hin zu Mode-Designern und Models. Die Spieler von Eintracht Frankfurt, den Frankfurt Lions und von Frankfurt Galaxy werden in der sportmedizinischen Abteilung der Klinik Maingau umfassend betreut und für den Wettkampf fit gemacht, wie Gustl Schwab, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser, berichtet. Doch während die Athleten kein Geheimnis aus ihrem Aufenthalt im Hospital machten, wollen die Patienten von Ronald Batze oft lieber unerkannt bleiben. Denn wer sein makelloses Äußeres einem Facharzt für ästhetische plastische Chirurgie zu verdanken hat, gibt das nur ungern preis. Daß Popsängerin Sarah Connor sich einst in Batzes Hände begab, blieb nicht lange verborgen, was genau sie machen ließ, allerdings schon. Die meisten ließen sich Fett absaugen, vor allem an Hüfte, Bauch oder Oberschenkeln, sagt Batze. Ein junges schlankes Mädchen müsse heutzutage nicht mehr mit einer "Reithose" - einer Fettansammlung an den Oberschenkeln - leben, sondern habe die Möglichkeit zur operativen Korrektur. Und mancher lasse sich Röllchen am Bauch entfernen, selbst Mannequins.

          Der zweithäufigste Eingriff ist nach seinen Worten die Brustvergrößerung. Zwar bestätigt er, daß es heutzutage keine Seltenheit mehr sei, zum achtzehnten Geburtstag einen neuen Busen von den Eltern geschenkt zu bekommen, doch hebt er hervor: "Die Vorstellungen sind moderat." Damit meint der Chirurg, daß nicht riesige Oberweiten der Wunsch seiner Patientinnen seien. Doch wenn die Pubertät abgeschlossen und kaum Busen da sei, hätten eben einige das Bedürfnis nach einem Implantat. Das gleiche gelte für große, schlanke Schauspielerinnen, Models oder Designerinnen.

          Weitere Themen

          Sag zum Abschied leise Bäng

          Hessische Krimiserie : Sag zum Abschied leise Bäng

          Dietrich Faber schickt ein letztes Mal seinen Kommissar Bröhmann als Ermittler durch die hessische Provinz. Dessen Ermittlungen führen in ein Achtsamkeitsinstitut und wecken sogar beim Polizisten Optimierungsbedarf. Auch der Autor möchte sich weiter entwickeln.

          Umstrittene Podiumsdiskussion findet doch statt

          Einstweilige Verfügung erwirkt : Umstrittene Podiumsdiskussion findet doch statt

          Um „Meinungsfreiheit statt Zensur“ soll es während einer Diskussion gehen. Dann aber schreitet die Stadt Frankfurt ein. Die Veranstaltung könne eine Plattform für Antisemitismus bieten. Sie wird abgesagt. Doch dann kommt es zur Rolle rückwärts.

          Topmeldungen

          Das Symbol der Türkei, weißer Halbmond und Stern auf rotem Untergrund.

          Syrien-Konflikt : Gut so, Wolfsburg!

          In der Türkei können VW und andere auch später noch Werke bauen – aber erst, wenn dort wieder Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Friedfertigkeit gelten.
          Sogenannte Fußballfans in Bulgarien, einem „der tolerantesten Länder der Welt“?

          Gegen den Hass : Die Strafen müssen weh tun

          Im Fußball hat sich ein Klima entwickelt, in dem sich Rassisten und Nazis ungeniert ausleben. Sanktionen schlugen bislang fehl. Ohne Punktabzüge und Disqualifikationen wird es nicht gehen. Aber selbst das reicht nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.