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Werbung für Busse und Bahnen : In 14 Minuten zum rätselhaften Günther

Rätselhaft: Die Werbekampagne für den öffentlichen Nahverkehr erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Bild: Lando Hass

Der RMV wirbt auf Plakaten für Verbindungen „von Willy zu Günther“. Geht es vielleicht um den ehemaligen Kanzler und den Spion, über den er stürzte?

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          Es kommt nicht so oft vor, dass Werbekampagnen zum Stadtgespräch werden. Der Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq ist das vor einigen Jahren gelungen, als sie mit Plakaten darauf aufmerksam machen wollte, wie flott Busse und Bahnen sind. Den Slogan „16 Minuten bis zur Arschbombe“ neben dem Foto eines Jungen, der mit dem Gesäß voran in ein Schwimmbecken springt, fanden einige geschmacklos.

          Günter Murr
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch bei der diesjährigen Kampagne stellt Traffiq, die mittlerweile öffentlich unter „RMV Frankfurt“ auftritt, das Tempo des öffentlichen Nahverkehrs in den Vordergrund. Sprachliche Ausrutscher gibt es nicht mehr, stattdessen geht es bildungsbeflissen zu: „Von Goethe zu Schiller in 3 Minuten“ ist auf Plakaten und in sozialen Netzwerken zu lesen. Und damit der literarische Bezug deutlich wird, sind eine Faust und eine Glocke abgebildet. Gemeint ist aber die Verbindung von der Goethe- zur Schillerstraße. Dieser Weg ist tatsächlich in drei Minuten zu schaffen – allerdings zu Fuß, Bus und Bahn sind da gar nicht erforderlich. Die drei Minuten würden gerade einmal für den Weg zur U-Bahn reichen.

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