https://www.faz.net/-gzg-ago07

Riederwaldtunnel : Weitere Bäume in Frankfurt aus Protest besetzt

Besetzt: Baum und Baumbesetzer in einem Waldstück am Teufelsbruch im Osten von Frankfurt Bild: dpa

Umweltschützer besetzen weitere Bäume aus Protest gegen den Weiterbau der A66 für den Riederwaldtunnel. Der rund 2,2 Kilometer lange Lückenschluss soll künftig Frankfurt und Hanau besser miteinander verbinden.

          1 Min.

          Die Aktivisten, die den Teufelsbruch, ein Waldstück im Osten Frankfurts, seit zwei Wochen besetzt halten, haben weitere Baumhäuser errichtet. Mit ihrer Besetzung wollen sie geplante Rodungen in dem Waldstück, die für den Bau des Riederwaldtunnels vorgenommen werden sollen, verhindern. Der Tunnel soll einmal die Autobahnen 66 und 661 verbinden.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nicht nur die Waldbesetzer, sondern auch zwei Bürgerinitiativen befürchten, dass dieses Großprojekt zu einem massiven Anstieg des Verkehrsaufkommens im Frankfurter Osten führen wird, dass Lärm und Dauerstaus die Folge wären. Außerdem beklagen sie den Verlust einer wertvollen Freizeitfläche zugunsten des Autoverkehrs. In Zeiten des Klimawandels sei es unverantwortlich, ein artenreiches Stück Natur mit teils mehr als 200 Jahre alten Bäumen zu zerstören, argumentieren sie.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Wie sensibel darf es sein? Der Philosoph Richard David Precht während der phil.Cologne im September 2021

          Precht und Flaßpöhler : Sie nennen es Freiheit

          Die haltlosen Behauptungen der Impfskeptiker dringen immer weiter in die bürgerliche Mitte vor. Für die neue pandemische Situation ist das fatal.
          FDP-Chef Christian Lindner wird bald die Finanzen des Bundes kontrollieren.

          Koalitionsvertrag : Die große Leere in der Steuerpolitik

          Was kann der künftige Finanzminister Christian Lindner in der Steuerpolitik erreichen, für die Bürger, für die Unternehmen? Beim Blick in den Koalitionsvertrag fällt eine merkwürdige Unwucht auf.