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Richtfest am Goetheturm : Das Wahrzeichen blickt wieder auf Frankfurt

  • Aktualisiert am

Schwierige Windverhältnisse verzögerten den Bau: Nun steht der Goetheturm wieder in seiner alten Pracht. Bild: Aders, Hannah

Möge es dem neuen Goetheturm Schutz bringen: Montageleiter Benedikt Max verlas am Donnerstag den Richtspruch. Besucher dürfen aber noch nicht hinauf.

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          „Nun mag vor Feuer und Gefahren der Herrgott diesen Turm bewahren“ - am Goetheturm im Frankfurter Stadtwald ist am Donnerstag das Richtfest gefeiert worden. Dem Handwerksbrauch gemäß verlas Montageleiter Benedikt Max den Richtspruch: „Der Stadt Frankfurt wünsch ich Glück, dieses Bauwerk ist ein Meisterstück“, heißt es darin unter anderem. Der ursprüngliche Goetheturm war 1931 gebaut worden. Im Oktober 2017 hatten Unbekannte das beliebte Ausflugsziel abgebrannt.

          Die Stadt bezifferte die Baukosten mit 2,4 Millionen Euro. Rund 2,1 Millionen Euro davon bezahlt die Versicherung. Knapp 200 000 Euro spendeten Bürger. Der neue Goetheturm ist 43,3 Meter hoch und 100 Tonnen schwer. Die Tragkonstruktion besteht aus Edelkastanie, die Treppe wurden aus Eichenholz gefertigt.

          Dank an Handwerker

          An der Zeremonie am Donnerstag nahmen neben Baufirmen und Planern Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Baudezernent Jan Schneider (CDU) teil.

          Der neue Turm sei leichter zu warten und instandzuhalten als der alte, sagte Schneider. Der Anblick des neuen Goetheturms sei „einer der vielleicht glücklichsten Momente in dieser Zeit“, teilte Heilig mit. „Ein Anblick, den wir seit dem Brandanschlag so sehr vermisst haben. Wir werden gut aufpassen, dass wir ihn nicht wieder verlieren.“

          Bei den Arbeiten an dem neuen Goetheturm im Frankfurter Stadtwald kamen viele Interessierte zum Zuschauen.
          Bei den Arbeiten an dem neuen Goetheturm im Frankfurter Stadtwald kamen viele Interessierte zum Zuschauen. : Bild: Aders, Hannah

          Oberbürgermeister Feldmann bedankte sich bei den Handwerkern. Es sei „beeindruckend“, wie schnell der Goetheturm in den vergangenen gut drei Wochen gewachsen ist. „Gut, dass die Stadt eines ihrer wichtigsten Wahrzeichen bald zurückbekommt.“ Nach dem Richtfest werden Sicherheitseinrichtungen installiert und der Betonsockel mit Sandstein verkleidet. Auch die Außenflächen werden neu gestaltet.

          Wann die Bürger die Aussicht von der Plattform genießen dürfen, ist noch offen. Die Eröffnung hänge vom Verlauf der Covid-19-Pandemie ab, sagte ein Sprecher. Zugangsregelungen sollen verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig ohne Abstand den Turm erklimmen. Aktuell ist die Eröffnung im Oktober 2020 geplant. Eine große Eröffnungsfeier ist wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Auflagen nicht geplant. Sie soll im kommenden Jahr nachgeholt werden.

          Arbeiten mit Aussicht: Mit Hilfe eines Kranes werden die Segmente des Frankfurter Goetheturms an ihre Position gehoben.
          Arbeiten mit Aussicht: Mit Hilfe eines Kranes werden die Segmente des Frankfurter Goetheturms an ihre Position gehoben. : Bild: dpa

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