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Reform der Frankfurter SPD : Wie motiviere ich eine Karteileiche?

Jubel und Trubel: SPD-Direktkandidat Armand Zorn, Parteichef Mike Josef und Geschäftsführer Sebastian Maier (v. li.) am Abend der Bundestagswahl Bild: Helmut Fricke

Die SPD in Frankfurt will moderner werden. Eine neue Struktur soll dazu beitragen. Dafür braucht die Partei dringend die alten Mitglieder aus den 43 Ortsvereinen.

          3 Min.

          Die glorreichen Zeiten sind lange vorbei. Einst, in den frühen Neunzigerjahren, zählte die SPD Frankfurt stolze 12.000 Genossen. Seitdem ist sie geschrumpft, auf ungefähr 3500 Mitglieder. Das sind immer noch mehr, als jede andere Partei in der Stadt hat, und in den vergangenen Jahren ist die Zahl immerhin nur noch leicht gesunken. Aber in der breiten Struktur mit 43 Ortsvereinen finden sich nicht mehr genug Mitglieder, um zum Beispiel bei einer Kommunalwahl die Listen für die Ortsbeiräte zu füllen und eine Kampagne zu stemmen. Oder nicht mehr genug motivierte Mitglieder. So sieht es jedenfalls der Vorstand des Unterbezirks. Im vergangenen März hat die Partei des Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Mike Josef nur 17 Prozent der Stimmen bei der Kommunalwahl geholt, das schlechteste Ergebnis ihrer Historie.

          Florentine Fritzen
          Korrespondentin im Hochtaunuskreis

          Seitdem ist einiges passiert. Zum Beispiel haben die Delegierten eines Parteitags im Sommer außer Kulturdezernentin Ina Hartwig auch den Bornheimer Kolja Müller zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, einen engen Vertrauten Josefs. Der will und soll es nun richten, mit einer „Strukturmodernisierung“ der Frankfurter SPD. Schließlich sind in den Jahren 2023 bis 2026 fünf Wahlkämpfe zu organisieren.

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