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Illegaler Autohandel : Razzia bei Clan im Rhein-Main-Gebiet

Großeinsatz: Die Polizei durchsuchte 16 Beschldigte. Bild: dpa

Mit einer Razzia ist die Generalstaatsanwaltschaft gegen einen Clan aus dem Rhein-Main-Gebiet vorgegangen. Es geht um illegalen Autohandel.

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          Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat am Mittwoch mehrere Wohnungen von Mitgliedern eines Clans aus dem Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Wie die Behörde mitteilte, stehen Angehörige des Familienverbands unter dem Verdacht der bandenmäßigen Steuerhinterziehung. Sie sollen arbeitsteilig und im Rahmen einer hierarchischen Organisation einen Handel mit hochwertigen Kraftfahrzeugen betrieben und dabei Steuern hinterzogen haben.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Am Donnerstag teilte die Generalstaatsanwaltschaft erste Ergebnisse der Durchsuchungen mit. Demnach wurden in dem umfangreichen Ermittlungskomplex Wohn- und Geschäftsräume von 16 Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 69 Jahren durchsucht und zahlreiche Beweismittel sowie Vermögensgegenstände sichergestellt; darunter Fahrzeuge, Uhren, Goldmünzen, Bargeld, aber auch Computer, Datenträger und Smartphones. Die Durchsuchungen fanden vor allem in Frankfurt, aber auch in Stadt und Kreis Offenbach sowie dem Kreis Groß-Gerau und dem Main-Taunus-Kreis statt; ebenso in Nürnberg.

          Die Umsatzsteuer aus dem Verkauf haben sie den Erkenntnissen zufolge hinterzogen. Dabei sollen falsche Personalien sowie Identitäten von ausländischen Unternehmen verwendet worden sein, die Fahrzeuge sollen jedoch nicht ins Ausland geliefert, sondern im Inland weiterverkauft worden sein. Wie Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk am Donnerstag weiter mitteilte, entstand dem hessischen Fiskus ein Schaden in Höhe von mehr als 410.000 Euro.

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