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Rassistisch beleidigt : Mann bezeichnete schwarzen Polizisten als „Kohlebrikett“

  • Aktualisiert am

Das Amtsgericht Frankfurt Bild: dpa

Das Amtsgericht Frankfurt verurteilte den 44-Jährigen deshalb zu einer Geldstrafe. Er hatte sich über eine Verurteilung wegen eines Vorfalls geärgert, bei dem der betroffene Polizist im Einsatz war. Dort hatte sich der Angeklagte geweigert, eine Maske zu tragen.

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          Das Amtsgericht Frankfurt hat am Dienstag einen Mann wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je zehn Euro verurteilt, weil er einen schwarzen Polizeibeamten in einer E-Mail an das 6. Polizeirevier unter anderem als „Kohlebrikett“ bezeichnet hatte. Damit habe der Vierundvierzigjährige den Beamten rassistisch beleidigt, ihn herabgewürdigt und in seiner Ehre gekränkt, so die Staatsanwaltschaft.

          Der Angeklagte ist bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Delikten in Erscheinung getreten. So musste er sich mehrmals wegen Beleidigung und Körperverletzung vor Gericht verantworten. Wegen der vorgeworfenen Körperverletzung wurde er vergangenes Jahr zu einer Geldstrafe von 8000 Euro verurteilt. Er hatte eine Bank ohne Atemschutzmaske betreten – seinen Angaben zufolge habe er dies aufgrund einer Lungenerkrankung tun dürfen – und war von einem Sicherheitsmann aufgefordert worden, eine Maske aufzusetzen. Von dem Sicherheitsmann, der tunesischer Staatsangehöriger ist, fühlte sich der Angeklagte ungerecht behandelt, wie er sagte. Er sei „als Weißer unterdrückt worden“. Daraufhin geriet die Situation außer Kontrolle, und die Polizei musste eingreifen. Unter den zur Unterstützung gerufenen Polizisten war auch der Beamte, der vom Angeklagten später per Mail rassistisch beleidigt wurde.

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