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Landgericht Frankfurt : „Es hat 100 Prozent klack gemacht“

  • -Aktualisiert am

Vor dem Landgericht Frankfurt hat der Prozess begonnen. Bild: Lakuntza, Nerea

Bei einem Streit an einem Kiosk im Frankfurter Gallus soll Ramazan E. versucht haben, einen Mann zu erschießen. Vor dem Landgericht Frankfurt erhebt ein Zeuge schwere Vorwürfe.

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          Der Angeklagte wirkt überraschend ausgelassen, als er in den Verhandlungssaal 8 des Landgerichts Frankfurt geführt wird. Nach einem lockeren Shakehands und kurzem Plausch mit seinen zwei Anwälten nimmt er auf der Anklagebank Platz. Unsicherheit, Reue? Davon zeigt er keine Spur. Und das, obwohl ihm einiges zur Last gelegt wird. Die Staatsanwaltschaft wirft Ramazan E. versuchten Totschlag in zwei Fällen, illegalen Waffenbesitz und Körperverletzung vor. Am Freitag war der erste Verhandlungstag.

          Als der Richter ihm einige biographische Fragen stellt, wirkt er fast stolz. Er habe erst vor zwei Jahren geheiratet, sei vor einem Jahr Vater geworden. Seit 2016 habe er eine eigene Wohnung und einen Job, der ihm Spaß mache. Nach einer Jugend im Heim, vielen Schulwechseln und einem schwierigen Verhältnis zu den Eltern habe er nun gedacht, alles werde anders. „Ich dachte, ich bin auf dem richtigen Weg.“ Bei diesem Satz scheint er plötzlich doch zu bereuen, was passiert ist.

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