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Ramadan : Beim Fastenbrechen ins Gespräch kommen

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Gemeinschaftlich: Vertreter der muslimischen Gemeinden beim Iftar im Saal der Stadtwerke Bild: Lucas Bäuml

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie konnten Vertreter der muslimischen Gemeinden Frankfurts wieder gemeinsam das Fastenbrechen begehen.

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          Nachdem das Fastenbrechen in den vergangenen beiden Jahren wegen der Pandemie nur im kleinen Kreise gefeiert werden konnte, hat Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) die Vertreter der muslimischen Gemeinden diesmal zum gemeinsamen Fastenbrechen für Donnerstagabend in den Saal der Stadtwerke eingeladen. Gut zwanzig runde Tische waren fein gedeckt mit kleinen Häppchen und Menükarten, außerdem war großes Buffet vorbereitet. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang verzichten Muslime während der 30 Tage des Ramadan auf Essen und Trinken. Das abendliche Fastenbrechen im Ramadan, auf Arabisch „Iftar“, gilt als Fest der Gemeinschaft, bei dem Familie, Freunde und Nachbarn zusammenkommen. Dabei soll der Ramadan als Symbol für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Solidarität gewürdigt werden. „Ich hoffe, dass wir uns gemeinsam näherkommen und Solidarität leben können“, sagte Eskandari-Grünberg zur Begrüßung der Vertreter der verschiedenen Gemeinden. Religionen – vom Islam über das Christentum bis hin zum Judentum – hätten in der Pandemie eine wichtige Rolle gespielt, die unterschiedlichen Gemeinschaften hätten viele Menschen während der Krise unterstützt. „Ich bin so glücklich, dass wir heute hier sein können“, sagt eAsmaa Kaddouri, die eine Jugendgruppe in der Abu-Bakr-Moschee leitet. Sie verspüre die Freude auch bei anderen Mitgliedern der verschiedenen muslimischen Gemeinden. Dank der Pandemie wüssten alle die Zusammenkunft an diesem Abend noch mehr zu schätzen als zuvor. Auch die Teilnahme sei in diesem Jahr noch viel größer. „Dass die Stadt Frankfurt so etwas wie heute Abend anbietet, ist vor Jahren undenkbar gewesen“, sagte Isa Cöl, der sich ehrenamtlich in den Arbeitsgemeinschaften türkischer Moscheen engagiert. Er sei dankbar, dass es solche Möglichkeiten nun gebe und man den Abend gemeinsam erleben könne. „Wenn das Gemeinschaftliche wegfällt, gestaltet sich auch das Fasten viel schwieriger.“ Das Wichtigste sei, dass man ins Gespräch komme und sich kennenlerne. „Das ist der Schlüssel, um Vorurteile abzubauen.“ liko.

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