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Radverleih in Wiesbaden : Elektroroller „cooler“ als Biorad

  • -Aktualisiert am

Abgeschaltet: „Mein Rad“ wird nicht angenommen. Bild: Laila Sieber

Ökonomisch gesehen, hätte die Notbremse beim hochdefizitären Wiesbadener Fahrradverleihsystem „Mein Rad“ längst betätigt werden müssen. Das Aus war überfällig.

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          Ökonomisch gesehen, hätte die Notbremse beim kommunalen Wiesbadener Fahrradverleihsystem „Mein Rad“ längst betätigt werden müssen. Schon zum Start im Sommer vor vier Jahren waren die vergleichsweise klobigen und schweren Räder keine Attraktion. Bis die Ausleih-App geladen, die Identifikation als Nutzer bestätigt und das Rad entsperrt war, verging viel zu viel Zeit. Und für eine vergnügliche Radtour durch die Landeshauptstadt waren die eher unkomfortablen Räder zu schwergängig. Doch bei Eswe fehlte trotz des über die Jahre immer noch weiter wachsenden Zuschussbedarfs der Mut zum Eingeständnis, dass es mit dem Anspruch eines kommunalen Mobilitätsdienstleisters jenseits der Organisation des Busverkehrs nicht weit her ist.

          Es wäre sinnvoller gewesen, sich frühzeitig eines professionellen, in diesem Metier erfahrenen Partners zu versichern, der nach der Anfangsinvestition das Projekt langfristig zum Erfolg führt. Nun muss Eswe einsehen, dass es für viele Nutzer viel „cooler“ ist, mit einem kleinen Elek­tro-Tretroller durch die City zu kurven, als sich auf einem grell lackierten Fahrrad abzustrampeln. Überraschend ist diese Erkenntnis allerdings nicht.

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