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Gefährlicher Flohmarktkauf : Strahlender Becher

Gefährliche Strahlung: Sogenannte Radiumbecher galten früher als gesundheitsfördernd. (Symbolbild) Bild: dpa

Eine Frau hat auf einem Flohmarkt in Wehrheim ein radioaktives Gefäß erstanden. Jetzt warnt das Regierungspräsidium Darmstadt vor sogenannten Radiumbechern.

          Das Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor sogenannten Radiumbechern, die in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts auch als Radon-Emanator verkauft wurden und Radium 226 enthalten. Damals fand man es gesundheitsfördernd, Wasser hineinzufüllen und das gelöste Edelgas Radon zu trinken. Eine Frau aus dem Raum Wiesbaden hat ein solches Gefäß auf einem Flohmarkt in Wehrheim gekauft und bemerkt, dass der Becher mit radioaktiven Stoffen bestückt war. Sie informierte daraufhin die Strahlenschutzbehörde des Regierungspräsidiums.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Die Behörde vermutet, dass etliche der Becher in Kellern liegen. Wer ein solches Stück im Schrank stehen hat, braucht eigentlich eine strahlenschutzrechtliche Genehmigung. Denn Radium hat eine Halbwertzeit von 1600 Jahren, so dass die Becher heute noch fast genauso viel Radioaktivität entfalten wie vor 100 Jahren. Vor allem, wenn der Stoff durch einen Defekt austritt oder durch den Mund aufgenommen wird, kann es zu einer erheblichen Strahlenbelastung kommen.

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