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„Pulse of Europe“ : Mit Pulswärmern für Europäische Gemeinschaft

Italienische Reise: „Pulse of Europe“ demonstriert unter den Augen von Goethe in Bronze Bild: Helmut Fricke

„Pulse of Europe“ sendet von der Frankfurter Oper aus Freundschaftsgrüße nach Italien. Auf einem Plakat hieß es: „Amo Italia – ma non la sua destra – Ich liebe Italien – aber nicht seine Rechte.“

          „Bilder für Rom“ zu erzeugen, das war am Sonntag das Ziel der „Pulse of Europe“-Demonstration in Frankfurt ebenso wie in vielen anderen europäischen Städten. Zunächst hatte sich bei Minusgraden nur eine kleinere Schar an der Statue des Dichterfürsten auf dem Goetheplatz versammelt. Kurz nach Beginn um 14 Uhr aber war der Platz gefüllt mit Europaflaggen und der italienischen Tricolore – gerne auch in Form von Schals und Pulswärmern.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mehr als 700 Demonstranten hörten von Florian Hubert, dass es der Bewegung nicht darum gehe, den Italienern vorzuschreiben, was sie am nächsten Sonntag wählen sollten. Vielmehr wolle man deutlich machen, wie wichtig Italien für Europa sei. Das Land, in dem die Römischen Verträge vor gut 60 Jahren geschlossen worden seien, sei sozusagen Kernland der Union. „Wir wollen zeigen, dass Europa mehr ist als Institutionen, dass es ein Lebensgefühl ist.“ Man wolle die Probleme nicht kleinreden, den Italienern aber sagen: „Ihr seid nicht allein, wir sind bei euch“, so Hubert.

          „Amo Italia – ma non la sua destra“

          Das Plakat eines Teilnehmers indes brachte auf den Punkt, was wohl viele an diesem Tag zur Teilnahme bewogen hatte: „Amo Italia – ma non la sua destra – Ich liebe Italien – aber nicht seine Rechte“, womit er auf die nationalistischen und antieuropäischen Parolen von Parteien wie der Fünf-Sterne-Bewegung anspielte. Auf die verwies auch Stefan Reiss von der Deutsch-Italienischen Vereinigung und schilderte die Gefahr eines Rechtsrucks im römischen Parlament.

          Unter Anleitung von Gründungsmitglied Karin Haus intonierten die Demonstranten den Slogan: „Europa, Italia mit Freude, gemeinsam“ und zogen im Takt italienischer Schlager zur Oper Frankfurt, wo vor dem Eingang zu den Klängen von Giuseppe Verdis „La donna è mobile“ aus Stoffbahnen eine riesige Italien-Flagge gebildet wurde. Das Euro-Symbol auf dem Willy-Brandt-Platz sollte indes nicht auf den Bildern erscheinen, die am Abend auf einer Leinwand bei der „Pulse of Europe“-Demonstration in Rom gezeigt wurden.

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