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Sexuelle Belästigung : „So etwas wird mir schon nicht passieren“

Belastende Verhandlung: Für die Opfer ist die Konfrontation mit dem Geschehen schmerzhaft. Bild: Wolfgang Eilmes

Ein Obdachloser soll in den Feldern bei Kalbach mehrere Frauen sexuell belästigt haben. Auf die Spur des illegal in Deutschland lebenden Ukrainers kam die Polizei durch ein Handy.

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          Dass es ihr nicht leichtfällt, über den Abend zu sprechen, dass sie aufgeregt ist, merkt man der Zeugin an. Verwunderlich ist das nicht: Ein Mann hat die Frau, Anfang Dreißig, an dem überraschend milden Winterabend Ende Februar angegriffen. Als er mit dem Fahrrad an ihr vorbeifuhr, hat er ihr auf den Hintern geschlagen. Als die Frau ihn daraufhin wütend anschrie, als sie ihn anbrüllte, was das solle, stellte er sich ihr in den Weg. Mit seiner Hand griff er ihr zwischen die Beine, fasste ihr an die Brüste. In Panik, voller Angst, was der Mann ihr noch antun könne, setzte die Frau sich „mit Händen und Füßen“ gegen ihren Angreifer zur Wehr. Mit ihrer Faust traf sie ihn ins Gesicht und konnte ihm entkommen.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Den Abend, als sie unterwegs war in den Feldern zwischen Frankfurt-Kalbach und Oberursel, nachdem sie sich von einer Freundin verabschiedet hatte, mit der sie sich zum Spazierengehen verabredet hatte, werde sie nie wieder vergessen, sagt die Frau.

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