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Prozess um „Ikea-Leiche“ : Von Manipulation zu Misshandlung

Ein Straßengraben in Nieder-Eschbach: Im August 2016 sichern Polizeibeamte den Fundort der Leiche in der Nähe der Ikea-Filiale. Bild: Jan Eifert

Der Prozess um die in Frankfurt gefundene „Ikea-Leiche“ wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in der Wohngemeinschaft, in der das Opfer mit der mutmaßlichen Täterin zusammenlebte. Das Urteil wird am Freitag gesprochen.

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          Was die Zeugen über das Leben in der Wohnung am Frankfurter Ben-Gurion-Ring erzählen, hört sich nach einer Sekte an. Wer einmal eingezogen war, durfte nicht mehr über sich selbst und sein Leben bestimmen, hatte keinen Zugriff mehr auf sein Geld, musste machen, was die Wohnungsinhaberin Manuela U. sagte, wurde von ihr mit „Psychospielchen“ manipuliert.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          So schildert es der von ihr getrennt lebende Ehemann Carsten U. als Zeuge vor dem Landgericht Darmstadt. Vor der zweiten Großen Strafkammer muss Manuela U. sich seit April wegen Mordes an einer Frau verantworten, die bis zu ihrem Tod mit im Appartement in dem Wohnblock in Nieder-Eschbach lebte. Die Leiche von Gabriele L. wurde im Jahr 2016 nicht weit entfernt gefunden, in einem Straßengraben in der Nähe der Ikea-Filiale im Frankfurter Norden.

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