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Prozess beginnt : Von Frankfurt ins somalische Terrorcamp

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Hüter des Rechts: Polizisten vor dem Gebäude des Frankfurter Oberlandesgericht, wo am Freitag der Prozess gegen mutmaßliche Terroristen beginnt. Bild: dpa

Sechs Männer stehen von Freitag an vor dem Oberlandesgericht Frankfurt. Sie sind angeklagt, sich den Islamisten der al Shabaab-Miliz angeschlossen zu haben.

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          Sechs mutmaßliche Mitglieder und Sympathisanten der somalischen Terrormiliz al Shabaab stehen von Freitag 10 Uhr an in Frankfurt vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft legt fünf von ihnen die aktive Mitwirkung in der verbotenen ausländischen Organisation sowie die Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten vor. Dem sechsten Mann wird hingegen nur eine versuchte Beteiligung dazu zur Last gelegt.

          Die fünf zwischen 23 und 31 Jahre alten Männer waren von Frankfurt über Kenia nach Somalia gereist, um sich dort im bewaffneten Kampf ausbilden zu lassen. Drei Angeklagte mit deutscher Staatsangehörigkeit wurden im September 2014 bei ihrer Einreise auf dem Frankfurter Flughafen festgenommen, zwei weitere kamen bereits in Kenia in Haft und wurden von dort aus nach Deutschland abgeschoben.

          Der sechste Sympathisant war von al Shabaab-Leuten festgehalten worden, weil diese ihn für einen Spion hielten. Als mutmaßlicher Spion wurde er festgenommen und inhaftiert, später nach Kenia abgeschoben. Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts hat bis Ende August vorerst 13 Verhandlungstage vorgesehen.

          Die islamistische al Shabaab treibt seit fast zehn Jahren ihr Unwesen in Somalia und gilt als regionaler Ableger der Terrororganisation al-Qaida. Al Shabaab will eine strikte Auslegung islamischen Rechts in Somalia durchsetzen. Auch im benachbarten Kenia verübt sie regelmäßig Anschläge, zuletzt im April auf die Universität von Garissa mit 152 Toten.

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