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Feldmann-Prozess : Die Bitten der Richters

Feldmann vor Gericht: In einer Woche könnte plädiert werden. Bild: AFP

Im Prozess gegen Frankfurts ehemaligen Oberbürgermeister verliest das Gericht Nachrichten von Hannelore und Jürgen Richter an Feldmann. Es geht um gemeinsame Essen, Streit mit der Stadt und kritische Berichterstattung über die AWO.

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          Im Prozess gegen Peter Feldmann hat das Landgericht Nachrichten verlesen, die Feldmann mit dem Ehepaar Hannelore und Jürgen Richter, den Geschäftsführern der Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbände Wiesbaden und Frankfurt, im Lauf der Jahre ausgetauscht hat. Der Angeklagte hatte angegeben, das Verhältnis zu den Richters sei kühl gewesen. Sie seien herablassend und arrogant gewesen. Einladungen habe er nur aus Höflichkeit angenommen und sich absichtlich passiv verhalten.

          Anna-Sophia Lang
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          In den Nachrichten geht es unter anderem um die Laudatio zu Jürgen Richters 60. Geburtstag, die Feldmann nach dem Willen von Hannelore Richter halten sollte. An anderer Stelle tauschen die beiden Nachrichten wegen einer Verabredung in einem „Feinschmecker-Lokal“ in Wiesbaden im September 2015 aus, bei der auch der damalige Wiesbadener Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und dessen Partner dabei sein sollten. Im November 2015 heißt es, man plane den Einstieg in ein Neubauprojekt, wolle dies bald mit Feldmann besprechen und ihn dafür „zum Gastmahl“ nach Wiesbaden einladen. Im November 2017 informiert Hannelore Richter Feldmann über Spenden, die sie für seinen Wahlkampf gesammelt habe: „Kommt bestimmt gut was rein.“ Feldmann antwortet: „Super! Danke!!“, „Genial, ich freue mich sehr“ und „Hört sich wirklich klasse an“.

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