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Protest gegen Autobahntunnel : „Klimaschutz geht nur radikal“

Hochsitz: In den Bäumen haben die Besetzer Plattformen angebracht. Bild: Lucas Bäuml

Klimaschützer haben ein Waldstück besetzt, um gegen den Riederwaldtunnel zu protestieren. Zivilen Ungehorsam halten sie für zwingend notwendig.

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          Bullshit. Für Milan ist der geplante Riederwaldtunnel Bullshit. Nicht nur auf „lokaler Ebene“, nicht nur aus Sicht der Anwohner, von denen viele schon seit Jahrzehnten gegen das Großbauprojekt ankämpfen und sich in Bürgerinitiativen engagieren, sondern vor allem wegen der Klimakrise. Dass man heute noch daran festhält, einen neuen Autobahntunnel zu bauen, dass man es den Autofahrern noch immer leichter machen will, in die Stadt zu pendeln, und deshalb Bäume fällt und Natur zerstört, das will er nicht begreifen.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Jeder weiß, dass wir eine Verkehrswende brauchen, und hier hängt man noch immer an den Konzepten aus den siebziger Jahren“, klagt er. Und weil Milan dagegen ein Zeichen setzen will, hat er ein Waldstück, das für den Bau des Riederwaldtunnels schon bald gerodet werden könnte, kurzerhand mit einer Handvoll Mitstreiter besetzt.

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