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Prostitution in Corona-Zeiten : Leere im Laufhaus

Auch im Bordell „Sex Inn“ im Frankfurter Bahnhofsviertel bleiben die Betten vorerst leer. Bild: Aders, Hannah

Anders als in Nordrhein-Westfalen sind die Bordelle in Frankfurt wegen der Pandemie noch immer geschlossen. Käuflichen Sex gibt es aber nach wie vor. Prostituierte entwickeln neue Geschäftsmodelle – zum Ärger der Bordellbetreiber.

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          Das Rotlicht ist aus, aber an der Taunusstraße gibt es trotzdem Sex. Von Frauen, die an den Straßen stehen, wird jede Dienstleistung angeboten, die man sich vorstellen kann. In Autos, Hotels oder in der Wohnung des Kunden findet in Frankfurt Prostitution statt. Illegal, versteht sich, denn seit einem halben Jahr ist zwar nicht die Sexarbeit an sich verboten, wohl aber der Betrieb einer Prostitutionsstätte. Zu hoch sei das Ansteckungsrisiko, zu groß die Wahrscheinlichkeit, dass Freier nicht ihre echten Kontaktdaten angeben und Infektionsketten nicht nachverfolgt werden könnten.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Nun findet die Prostitution außerhalb der Laufhäuser statt. Anwohner berichten schon seit Monaten von „neuen Szenen“, die sich in ihrem Viertel abspielen. In den sogenannten Wasserstraßen an den Ecken zur Kaiserstraße stehen zumeist junge Frauen und warten auf Kundschaft. Viele von ihnen arbeiten „im Auftrag der Familie“. In Sichtweite haben sich Männer gruppiert, die offensichtlich als Zuhälter fungieren. Nach Erkenntnissen der Polizei sind es häufig „familiäre Strukturen“, mit denen man es zu tun habe. Menschen, die ihre Schwester oder Cousine auf die Straße schicken.

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