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Pro-Israel-Kundgebung : „Wer Israel angreift, der greift auch uns an“

Auf dem Opernplatz: Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht zu den Hamas-Gegnern. Bild: Bergmann, Wonge

Bei einer Kundgebung für Israel haben Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, Innenminister Boris Rhein und andere Politiker zu Solidarität mit dem bedrohtem Judenstaat aufgerufen.

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          „Israelis, ihr seid nicht allein, wir stehen an eurer Seite.“ Dieser Satz des Frankfurter Kämmerers Uwe Becker (CDU), ausgerufen am Donnerstagnachmittag auf einer Solidaritätskundgebung auf dem Frankfurter Opernplatz, ist eine Art Motto dieser Veranstaltung gewesen, bei der unter anderen Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) und Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Partei für Israel nahmen.

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Kundgebung war die Antwort der hiesigen Freunde und Unterstützer Israels auf eine Demonstration am vergangenen Samstag in der Frankfurter Innenstadt, bei dem Unterstützer der Hamas nicht nur hasserfüllte Parolen gegen Israel und überhaupt gegen Juden skandiert hatten, sondern bei der die Polizei irrtümlicherweise einem der Hetzer sogar das Mikrofon ihrer Lautsprecheranlage überließ.

          Graumann erschüttert über Hass gegen Juden

          Gut 500 Bürger waren dem Aufruf des Vereins Honestly Concerned zu der Kundgebung gefolgt, darunter viele Mitglieder der Jüdischen Gemeinde sowie Landtagsabgeordnete und Frankfurter Stadtverordnete fast aller Parteien. Aber auch ein Dutzend Marienschwestern aus Darmstadt, deren evangelische Gemeinschaft sich die Versöhnung mit den Juden auf die Fahne geschrieben hat, waren in ihrer weißen Tracht angereist. Entgegen vielen Befürchtungen kam es zu keinen Auseinandersetzungen mit Palästinenser-Sympathisanten. Die Polizei hatte mit einem großen Aufgebot den Opernplatz abgesichert, musste aber nur einige wenige Platzverbote erteilen.

          Christliche Solidarität: Auch sie ging für Israel auf die Straße

          „So viele Raketen auf Israels Städte“, klagte Zentralrats-Präsident Graumann und forderte die Deutschen auf, mehr Verständnis für das bedrohte Land zu zeigen und weniger Kritik an ihm zu üben. „Israel muss sich wehren, jedes Land würde das auch tun“, sagte er. Die Hamas habe Gaza zu einer einzigen Abschussrampe verwandelt und missbrauche die eigenen Kinder als Schutzschilde. Er sei erschüttert, dass auf deutschen Straßen so viel Hass gegen den Judenstaat und die Juden hier in Deutschland und Frankfurt geschürt werde.

          Für Extremismus und Antisemitismus kein Platz

          Oberbürgermeister Feldmann ging auf die Vorfälle am Samstag ein. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Gaza-Konflikt an der Frankfurter Hauptwache ausgetragen werde. Und man dürfe nicht zulassen, dass die jüdische Bevölkerung in Frankfurt sich unsicher fühlen müsse. Wenn antisemitische Schmierereien etwa an der Bildungsstätte Anne Frank auftauchten oder Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde im Internet als Ziel ausgegeben würden, dann sei eine Grenze erreicht. „Dann muss der Rechtsstaat seine harte Hand zeigen.“

          Für Minister Rhein haben Extremismus und Antisemitismus in Hessen keinen Platz. Im Namen aller Hessen übe er Solidarität mit Israel: „Wer Israel angreift, der greift auch uns an.“ Er wie auch Kämmerer Becker wiesen darauf hin, dass Israel als einziges Land im Nahen Osten eine Demokratie und den westlichen Werten verpflichtet sei.

          Sacha Stawski, einer der Organisatoren der Kundgebung, hat die propalästinensische Demonstration am Samstag beobachtet und gefilmt. In dem Zug seien nicht nur die üblichen Verdächtigen mit Salafisten-Bärten, Rechtsradikale und Mitglieder der Partei „Die Linke“ zu sehen gewesen, sondern viele modern gekleidete junge Menschen mit zumeist ausländischen Wurzeln, die mit den anderen zu Judenmord aufgerufen hätten. Hier habe die Integration versagt, konstatierte er. Es habe nicht zum ersten Mal einen solchen Ausbruch von Hass gesehen: „Aber es muss jetzt das letzte Mal gewesen sein.“

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