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Ponyhof muss umziehen : Chantal und der Gilbweiderich

Gefährdete Idylle: Anne Behrens (links) und Ruth von Freyberg suchen für ihre Ponys ein neues Zuhause. Bild: Finn Winkler

Die Diesterwegschule in Frankfurt zieht vorübergehend auf das Gelände eines Ponyhofs. In drei Jahren sollen die Container wieder weg sein – aber die Pferde kehren nicht zurück.

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          Chantal sieht müde aus. Müde, aber zufrieden. Das schwarze Pony ist ungefähr 40 Jahre alt und im Ruhestand. Sein Körper ist nicht mehr so belastbar wie früher und wird von einer bunten Decke gewärmt. Weil Zähne und Verdauung nicht mehr mitmachen, frisst Chantal statt Heu und Mineralfutter meistens eine Art Suppe. Das Pony trägt auch keine Kinder mehr auf dem Rücken, es geht meistens spazieren oder schaut in der Weltgeschichte umher. Was man als Rentnerin halt so macht.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Eigentlich gilt das Sprichwort auch für Pferde. Chantal aber wird in einem halben Jahr noch einmal umziehen müssen. Und auch die anderen zwölf Ponys: Jimmy, Luigi, Aika, Penny und wie sie alle heißen. Dazu auch die beiden Hasen und die Hühner. Die Ställe, die Unterstände, die neue Heuraufe, der Misthaufen, die Sattelkammer und die Zäune. Denn für den kleinen Ponyhof am Rand von Ginnheim heißt es nach 30 Jahren: Abschied nehmen. Das Gelände wird für die Containeranlage der Diesterwegschule gebraucht, die während der Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes für zweieinhalb Jahre ausgelagert werden muss.

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