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Offenbar aus Notwehr : Polizist schießt im Frankfurter Bahnhofsviertel auf Angreifer

Großeinsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel: Ein Polizist machte von seiner Waffe Gebrauch. Bild: Bernd Kammerer

Im Frankfurter Bahnhofsviertel hat ein Polizist auf einen Mann geschossen, der mit zwei Messern auf ihn zugerannt kam. Die Polizisten waren ursprünglich zu einem Routineeinsatz gerufen worden, als die Situation eskalierte.

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          Bei einem Einsatz im Frankfurter Bahnhofsviertel hat am späten Samstagabend ein Polizeibeamter offenbar aus Notwehr auf einen Mann geschossen. Wie ein Sprecher mitteilte, war die Streife gegen 21 Uhr an die Ludwigstraße gerufen worden, nachdem dort zwei Männer in Streit geraten waren.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Noch während die Beamten versuchten, die Auseinandersetzung zu schlichten und die Personalien der Männer aufzunehmen, näherte sich an der Ecke Niddastraße ein dritter Mann. Er hatte den Erkenntnissen zufolge zwei Messer dabei, mit denen er auf die Beamten zugerannt kam. Am Sonntag konkretisierte die Polizei den Tatablauf. Demnach sei der Mann nicht gerannt, sondern habe sich den Beamten mit den Messern in der Hand „genähert“.  

          Geistesgegenwärtig habe  der eine Polizist seinen Kollegen daraufhin weggezogen, bevor der Angreifer ihn erreichen konnte. Wie nun ebenfalls die bisherige  Auswertung des Tatablaufs ergab, zogen sich die beiden Beamten nach diesem ersten Angriff zunächst einige Meter zurück. Als der Mann mit beiden Messern abermals auf die Beamten zugegangen sei, hätten sie ihn mehrfach aufgefordert, die Waffen fallen zu lassen. Das habe er jedoch ignoriert. „In dieser Situation gab der Beamte einen Schuss ab“, so der Sprecher. 

          Der Mann wurde am Oberschenkel getroffen. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens leisteten die Beamten nach Angaben der Polizei Erste Hilfe. Anschließend wurde der Mann wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

          Bei dem Angreifer handelt es sich laut Polizeiangaben um einen
          26 Jahre alten marokkanischen Staatsangehörigen. Sein Motiv sei bislang unbekannt. Die Ermittlungen in der Sache dauerten an.

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