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Umstrittener Polizeieinsatz : Bodycam versagte angeblich den Dienst

Überblick: Gemeinhin zeichnen Bodycams wie diese hier einen Polizeieinstz auf – im vorliegenden Fall in Sachsenhausen soll aber der Akku leer gewesen sein Bild: dpa

Eine Bodycam der Polizei hätte den Einsatz im Frankfurter Stadtteil Alt-Sachsenhausen filmen können, bei dem Beamte einen Mann getreten haben sollen. Nur fehlte dem Akku der Kamera der notwendige Strom, wie die Polizei sagt.

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          Bei dem umstrittenen Polizeieinsatz in Alt-Sachsenhausen hatte die Polizei eine eigene Kamera im Einsatz, die das Geschehen hätten filmen können. Allerdings gibt es keine Aufzeichnungen – weil nach Angaben der Polizei der Akku leer war. Nach Informationen der F.A.Z. hat mindestens ein Beamter der Gruppe eine sogenannte Bodycam getragen. Die Mini-Kamera war den Angaben zufolge bereits gegen 18 Uhr im Einsatz, als Beamte der „Besonderen Aufbauorganisation“, die später auch zu dem Einsatz in Alt-Sachsenhausen gerufen wurden, zunächst am Opernplatz eingesetzt waren.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Inwiefern die Kamera zu diesem Zeitpunkt schon genutzt wurde, ist unklar. Als die Kräfte schließlich gegen 5.30 Uhr in das Kneipenviertel in Sachsenhausen gerufen wurden, weil dort mehrere Personen aneinandergeraten waren, wurde auch die Kamera weiterhin an der Uniform getragen. Allerdings, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt auf Anfrage der F.A.Z., sei dann offenbar der Akku schon leer gewesen.

          Keine Ersatzakkus

          Den Angaben zufolge hält der Akku an den Geräten nur etwa 10 bis 12 Stunden. Auch gebe es keine Ersatzakkus, die man hätte einwechseln können. Unklar blieb jedoch, ob das Gerat tatsächlich durchgängig eingeschaltet war, so dass die Akkuleistung derart stark beansprucht wurde.

          Die Frage nach eigenem Bildmaterial war seit Montag unbeantwortet geblieben. Am Dienstag hatte Polizeipräsident Gerhard Bereswill noch gesagt, man wisse derzeit nicht, ob eine Kamera im Einsatz gewesen sei. Das werde aber geprüft. Bereswill zeigte sich zuversichtlich, dass man – sofern es Bildmaterial gebe – dieses auch sichern und verwenden könne, da das Material automatisch auf externen Servern gespeichert werde. Allerdings ist das natürlich nur möglich, wenn die Kamera auch aufzeichnet. Wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, reiche das bisherige Videomaterial aus, um sich ein Bild von der Situation machen zu können und um letztlich das Verhalten der Beamten strafrechtlich zu bewerten. Dennoch wäre „mehr Material natürlich besser“.

          Wie berichtet, sind inzwischen drei Beamte suspendiert worden, die unter dem Verdacht er Körperverletzung im Amt stehen. Sie sollen bei dem Einsatz am frühen Sonntagmorgen einen Mann nach seiner Festnahme durch Tritte verletzt haben, als dieser schon fixiert am Boden lag. Die Szenen sind auf zwei Videos, die der Staatsanwaltschaft vorliegen, gut erkennbar.

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