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Protest gegen Corona-Politik : Die Polizei, das Virus und die Demonstranten

Hut-Bürgerin: Auch sie nahm teil an der Frankfurter Demonstration gegen die Corona-Auflagen Bild: dpa

Die Polizei habe die Situation nicht eskalieren wollen: Mit diesen Worten rechtfertigt ein Sprecher das Verhalten der Beamten bei einer Demonstration in Frankfurt gegen die Corona-Auflagen.

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          Nach der Demonstration am Samstag, bei der sich rund 500 Gegner der Corona-Verordnungen in der Innenstadt versammelten, hat die Polizei ihr Vorgehen verteidigt. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, die Polizei habe die Situation nicht eskalieren wollen. Daher habe man nicht eingegriffen. Zudem habe es sich um „ein bürgerliches Spektrum“ gehandelt, wenngleich einige der Personen „verbal aggressiv“ gewesen seien.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auf Nachfrage bestätigte der Sprecher jedoch, dass sich offenbar auch Personen unter den Demonstrationsteilnehmern befanden, die der rechtsradikalen bis hin zur extremistischen Szene zuzuordnen seien. Sie hätten sich vehement geweigert, die Hygienemaßnahmen einzuhalten.

          Neue Demo am Wochenende?

          „Wir bereiten den Einsatz nun umfassend nach“, sagte der Sprecher weiter. Auf dieser Grundlage werde dann entschieden, wie bei einer nächsten spontanen Versammlung vorgegangen werde. Dem Vernehmen nach wollen einige der Gruppierungen, die sich am Samstag versammelt hatten, auch an diesem Wochenende wieder demonstrieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Annahme, das Coronavirus sei nur eine „Erfindung“ der Politik.

          Dass die Polizei am Samstag die Versammlung trotz Verstößen gegen das Abstandsgebot weiterlaufen ließ, ist insbesondere vor dem Hintergrund strittig, dass noch Wochen zuvor eine weitaus kleinere Versammlung des Bündnisses Seebrücke, bei der auf die Abstandsregel geachtet wurde, unmittelbar nach Beginn aufgelöst worden war. Der Polizeisprecher sagte dazu, es sei schwierig, im Nachhinein einen Vergleich zu ziehen. Jede Demonstration sei anders. Es sei aber richtig, dass nun das weitere Vorgehen generell überlegt werden müsse, um eine Einheitlichkeit herzustellen. Zudem müsse immer auch der Schutz der Beamten selbst gewährleistet sein.

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