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Corona-Verstöße im Hafenpark : Polizei löst illegale Party in Frankfurt auf

  • Aktualisiert am

War schon im vergangenen Jahr ein Corona-Hotspot: der Hafenpark Bild: Lando Hass

Feiern trotz Corona: Im Frankfurter Ostend haben sich am Samstag mehrere hundert Menschen versammelt. Am Abend räumte die Polizei den Hafenpark. Das soll jetzt Konsequenzen haben.

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          Trotz Corona-Beschränkungen haben sich mehrere hundert größtenteils junge Menschen am Samstag im Frankfurter Ostend versammelt. Die Polizei löste gleich mehrere Versammlungen im Hafenpark am Nachmittag und in der Nacht auf. Wie eine Sprecherin der Polizei am Sonntag mitteilte, haben am späten Samstagabend zeitweise rund 500 Jugendliche im Hafenpark gefeiert. Dabei wurde eine Person verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

          Frankfurts Sicherheitsdezernent Markus Frank  (CDU) äußerte am Sonntag Unverständnis für das Verhalten der Feiernden am Hafenpark. „Wir spüren derzeit an allen Plätzen, dass sich viele Bürger nicht mehr an die Corona-Regeln halten“, sagte er. „Bei allem Verständnis dafür, dass sich die Menschen wieder Normalität wünschen – wir brauchen noch immer jeden Einzelnen, um diese Pandemie zu bekämpfen.“ Frank sieht auch die Stadt in der Pflicht, gegen Verstöße strikter vorzugehen. Man könne das nicht allein der Landespolizei überlassen, sagte er der F.A.Z..  Am Dienstag wird er sich deshalb gemeinsam mit Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) und Polizeipräsident Gerhard Bereswill zu einem Krisengespräch treffen. In dem Gespräch soll es um Strategien gehen, „wie man diese Menschen davon überzeugen kann, dass mit der Pandemie nicht zu spaßen ist“. Wenn sich jedoch herausstellen sollte, dass die Menschen, die sich in großer Menge auf engem Raum träfen, für Argumente nicht erreichbar seien, bleibe als letztes Mittel nur die Repression.

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