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„Pink Tie Ball“ : Sarah Connor und ein stolzes Ergebnis

  • -Aktualisiert am

Ohne rosa Krawatte... Bild: Marcus Kaufhold

Sarah Connor hat keine Mühe, die Gäste auf die Tanzfläche zu bekommen und sie in Feierlaune zu versetzen: Die Besucher des fünften „Pink Tie Ball“ waren feierbereit, ausdauernd - und spendabel: Gut 500.000 an Spenden kamen bei dem Ball gegen Brustkrebs zusammen.

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          Sarah Connor hatte am Samstagabend keine Mühe, die Gäste auf die Tanzfläche zu bekommen und sie in Feierlaune zu versetzen: Die knapp 400 Besucher des fünften „Pink Tie Ball“ im Sheraton-Hotel am Flughafen waren feierbereit und ausdauernd. „Pink Tie“, die rosa Krawatte, ist das Erkennungsmerkmal von „Komen Deutschland e.V.“, einem Verein, der über Brustkrebs aufklärt, Betroffenen hilft und zur Vorsorge auffordert.

          Der von lauter tatkräftigen Frauen ehrenamtlich organisierte Ball unterscheidet sich von anderen Wohltätigkeitsbällen dadurch, dass er ein deutlich jüngeres Publikum anzieht und dass sein Nettoerlös das Übliche übertrifft. Allein durch Spenden von Samsung Electronics (270.000 Euro), Kitchen-Aid (45.000 Euro) und van Laack (42.000 Euro) kamen 357.000 Euro zusammen. Weitere Erlöse in Höhe von 150.000 Euro entstanden durch den Losverkauf für die Tombola und die „stille Auktion“.

          VW Golf als Hauptpreis

          Dafür standen eine Menge attraktiver Preise zur Verfügung, auf ausgelegten Listen konnten die Ballgäste anonyme Gebote abgeben, etwa für eine Reise auf der MS Deutschland zum Wert von 16.000 Euro zum Mindestgebot von 4800 Euro. Der Hauptpreis, ein VW Golf im Wert von 26.300 Euro, wechselte zum Beispiel für ein Höchstgebot von 17.500 Euro den Besitzer. Auf diese Weise kam insgesamt nach Abzug der Kosten der stolze Gesamterlös von 507.000 Euro zustande.

          ...sondern offenherzig...

          Dies war auch deshalb möglich, weil zahlreiche Helfer sich großzügig zeigten: Das Sheraton unter seinem Direktor Sascha Konter spendierte das Menü, auf ihr Honorar verzichteten Sarah Connor, die Fernsehmoderatorin Sonya Kraus, die als Glücksfee für die Tombola fungierte, sowie Claudia Schick und Markus Philipp, die munter durch den Abend führten.

          Stiftung nach Brustkrebsopfer benannt

          Komen-Vorsitzende Irene Menzel kündigte am Samstag an, der Verein, der in Frankfurt auch den Wohltätigkeitslauf „Race for the Cure“ ausrichtet, werde sich mit der Aufklärung über Brustkrebs künftig vor allem an junge Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund richten. In Deutschland erkrankt jede neunte Frau an Brustkrebs, zunehmend sind jüngere betroffen.

          Komen Deutschland e.V. geht zurück auf die Amerikanerin Susan G. Komen, die im Alter von 36 Jahren an Brustkrebs starb und kurz vor ihrem Tod ihre Schwester Nancy G. Brinker gebeten hatte, alles für die Erforschung von Brustkrebs zu tun. Daraufhin wurde 1982 die nach Komen benannte Stiftung gegründet. In Deutschland sorgt sich der Verein neben der allgemeinen Präventionsarbeit besonders um die Verbesserung der psychosozialen Betreuung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.komen.de.

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