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Pilotprojekt : Menstruationsartikel an Schulen

  • -Aktualisiert am

Pilotprojekt: kostenlose Menstruationsartikel an Frankfurter Schulen. Bild: dpa

Gerade bei jüngeren Schülerinnen tritt die Periode oft unerwartet ein. An der Schillerschule und fünf weiteren Schulen in Frankfurt müssen die Mädchen sich darüber keine Sorgen mehr machen.

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          Im Rahmen eines Pilotprojekts sind die Toiletten an sechs Frankfurter Schulen mit kostenlosen Menstruationsprodukten ausgestattet worden. Die Initiatoren des Projekts haben die neue Ausstattung an der Schillerschule in Sachsenhausen vorgestellt. Von nun an sind auf den Mädchen- sowie auf den Gemeinschaftstoiletten der Schillerschule weiße, rechteckige Spender angebracht, die Tampons und Binden enthalten. Die Jugendlichen können die Menstruationsprodukte kostenlos entnehmen. Fünf Schulen im Bildungszentrum Nord seien ebenfalls Teil des Pilotprojekts, sagt die stellvertretende Stadtschulsprecherin Nila Minneker. An der Schillerschule werde die Schülervertretung dafür verantwortlich sein, die Spender nachzufüllen, erklärt sie. Der Vorrat reiche für rund sechs Monate, wenn er aufgebraucht sei, könne man ein erstes Fazit des Pilotprojekts ziehen. Generell laufe es jedoch auf unbestimmte Zeit.

          Der StadtschülerInnenrat habe das Projekt vor anderthalb Jahren im Zuge der Kommunalwahl angestoßen, berichtet der stellvertretende Stadtschulsprecher Harrison Krampe. Im Stadtparlament habe die Volt-Fraktion die Schülervertreter bei der Verwirklichung des Projekts unterstützt. Laut Britta Wollkopf (Volt) dient das Pilotprojekt dazu, bestehende Skepsis zu überwinden und die entstehenden Kosten besser abschätzen zu können. Wenn das Pilotprojekt erfolgreich sei, wolle man alle Frankfurter Schulen mit kostenlosen Spendern ausstatten. Auch Toiletten in Universitäten und städtischen Gebäuden sollten dann nach und nach bestückt werden.

          Die jüngeren Schüler informieren

          Erfolg heiße bei diesem Projekt, dass kein Vandalismus mit den Produkten betrieben werde, erklärt Krampe. Um zu verhindern, dass die Produkte in den Toiletten landen und diese verstopfen, versuche die Schillerschule die Nutzer für einen bewussten Umgang mit den Produkten zu sensibilisieren. Im Zuge dessen habe er zusammen mit Minneker und weiteren Unterstützern bereits die fünften und sechsten Klassen des Gymnasiums besucht, um ihnen zu erklären, was es mit den neuen Spendern auf sich habe. Sexualkunde stehe im Lehrplan erst später an, daher seien noch nicht alle jüngeren Schüler über das Thema informiert.

          Die Initiatoren sind sich einig, dass die kostenlosen Menstruationsprodukte mehr sind als eine Erleichterung für Schülerinnen. Gerade für einkommensschwächere Haushalte könne die kostenlose Bereitstellung auch eine finanzielle Entlastung darstellen. Damit könnten Schulen zur Inklusion beitragen, sagt Wollkopf. Laut Harrison zeigt die Verwirklichung des Projekts, dass auch Schüler durch ihren Einsatz Veränderungen herbeiführen könnten. Das Projekt motiviere allgemein zur politischen Beteiligung und sei somit auch ein wichtiges Signal für männliche Schüler.

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