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Rathauskoalition gegen Umbau : Paulskirche soll nur saniert werden

  • -Aktualisiert am

Neue Nutzung: Frankfurter OB schlägt Paulskirche als Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung vor Bild: dpa

Die Koalition im Frankfurter Rathaus lehnt einen Umbau der Paulskirche ab. Es soll bei einer Sanierung des nationalen Monuments bleiben. Zudem ist ein „Haus der Demokratie“ gewünscht. Das ist aber nicht alles.

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          Die Frankfurter Rathauskoalition aus CDU, SPD und Grünen hat eine gemeinsame Position zur Zukunft der Paulskirche und zur Schaffung eines Demokratiezentrums in der Stadt gefunden. Bei der anstehenden Sanierung der Paulskirche solle auf bauliche Veränderungen verzichtet werden, heißt es in einem Antrag, den die drei Fraktionen in der Stadtverordnetensammlung vorgelegt haben. Ein gleichlautender Beschluss ist zu erwarten.

          Ralf Euler

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Bei der Sanierung der Paulskirche, 1848 Tagungsort der ersten deutschen Nationalversammlung, soll nach dem Willen der Koalition die beim Wiederaufbau nach dem Krieg gewählte Ausstattung und Erscheinungsform beibehalten und von einem historisierenden Umbau, insbesondere in Form in Rede stehender Emporen im Inneren des Gebäudes, abgesehen werden. „In ihrer jetzigen Ausstattung und Erscheinungsform ist die Paulskirche ein frühes Zeugnis der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg“, heißt es zur Begründung.

          Zudem wird der Magistrat in dem Antrag aufgefordert, ein Konzept für ein „Haus der Demokratie“ als Lern- und Debattenort vorzulegen, in dem auch der Revolution von 1848 gedacht werden könne.  Als Standort für eine solche Einrichtung biete sich die Alte Kämmerei neben der Paulskirche an, gegebenenfalls seien aber auch andere geeignete Standorte in der Nähe zu prüfen.  Das „Haus der Demokratie“ solle ein offenes Projekt politischer Bildung sein, in dem mit Diskussionen, Symposien und Wettbewerben die demokratische Streitkultur befördert werde.

          Ziel der Stadt muss es nach Ansicht der drei Koalitionsfraktionen sein, die Bundesregierung und das Land Hessen für eine Beteiligung an den Baukosten sowohl für die Paulskirche als auch für das „Haus der Demokratie“ zu gewinnen. Nach bisherigem Stand sollen die Arbeiten an der Paulskirche möglichst bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein. Dann steht die 175-Jahr-Feier der Nationalversammlung an.

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