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Bornheim : Warten auf das neue Hallenbad

Teurer Spaß: Der Betrieb des Panoramabades kostet viel Geld. Bild: Klein, Nora

Der Plan, das alte Panoramabad durch einen Neubau neben der nahe gelegenen Eissporthalle zu ersetzen, ist viel gelobt worden. Das Vorhaben könnte bald umgesetzt werden.

          Die Startblöcke werden aufgebaut, und der Sprung ins Wasser rückt näher: Mit dieser Metapher kann der Sachstand für ein Großprojekt beschrieben werden, das 2014 erstmals vorgestellt und seitdem mit viel Beifall bedacht wurde: der Plan, in Bornheim ein neues Hallenbad zu bauen, um damit das Panoramabad an der Inheidener Straße zu ersetzen. Ortsvertreter, Sportler und Vereine hatten diesen Plan begeistert aufgenommen.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zwei Jahre später ist die Ungeduld gestiegen, doch der Startschuss lässt noch auf sich warten. Wie die Bäderbetriebe Frankfurt (BBF) mitteilen, wird derzeit die Gründung einer Projektgesellschaft vorbereitet, die das Bauvorhaben umsetzen soll.

          Seit Jahren in einem schlechten Zustand

          „Wir gehen davon aus, dass die Gesellschaft Anfang 2017 gegründet wird“, sagte Frank Müller, der Leiter der Bäderbetriebe Frankfurt, die als städtisches Unternehmen für das Schwimmbad zuständig sein sollen. Wenn sie ihre Arbeit aufnehme, werde die weitere Planung voraussichtlich noch eineinhalb Jahre dauern. Noch vor 2019 könnte demnach der Bau des neuen Familienbades neben der Eissporthalle beginnen. Laut Müller würde der Bau 28 Millionen Euro kosten, die Kosten könnten noch steigen, wenn für die Schaffung von Parkplätzen oder von Ausgleichsflächen weitere Kosten anfielen.

          Einen Sprung ins kalte Wasser wagt die Stadt dabei nicht. Sportdezernent Markus Frank (CDU) hatte vor zwei Jahren eine Planung präsentiert, die viel Lob erhielt. Fest steht, dass das 1971 an der Inheidener Straße gebaute Hallenbad seit Jahren in einem schlechten Zustand ist. Vor allem am Dach und an der Fassade sind Arbeiten notwendig, aus energetischer Sicht sind die großen Glasfronten nicht tragbar. Ein 2011 erstellter Sanierungsplan war verworfen worden, weil bei der Ausschreibung der Arbeiten deutlich wurde, dass mindestens zehn Millionen Euro hätten investiert werden müssen. Und dabei soll noch nicht einmal die Erneuerung der Bädertechnik einkalkuliert gewesen sein.

          Als Alternative ist deswegen der Neubau eines Bades geprüft worden, und vieles weist darauf hin, dass das die bessere Alternative ist. Das ausgewählte Grundstück westlich der Eissporthalle ist Eigentum der Stadt, und die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Sportstätten soll Vorteile bieten. So ist unter anderem geplant, die bei der Kälteerzeugung in der Eissporthalle anfallende Abwärme für das Heizen des Hallenbads zu nutzen. Auch sollen die vorhandene Technik und das Personal für beide Sportstätten eingesetzt werden. Bei den Bäderbetrieben rechnet man damit, dass die aktuellen Betriebskosten des Panoramabads von rund 2,4 Millionen Euro im Jahr auf künftig 1,6 Millionen Euro im neuen Bad reduziert werden können. Auch die Eissporthalle könnte von der künftigen Nachbarschaft profitieren, wenn das Gebrauchtwasser des Hallenbads für die Eislaufflächen verwendet werde. Der Entwurf für den Neubau sieht ein Familien- und Freizeitbad mit einem 25mal17Meter großen Schwimmerbecken und zwei weiteren je 16 mal zehn Meter großen Becken vor. Diese sollen so aufgeteilt werden können, dass gleichzeitig zum öffentlichen Betrieb auch Vereine oder Schulen das Bad nutzen können. Neben einer Spaßrutsche und Sprungbrettern sollen auch eine Sauna, Wellnesszonen und eine Gastronomie entstehen.

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