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Whisky-Tasting in Coronazeiten : Moorleichen, Maskenpflicht und Männerrunden

  • -Aktualisiert am

Feine Tröpfchen in schönem Ambiente: Aber wegen der Pandemie musste die „Interwhisky“ im Gesellschaftshaus des Palmengartens unter strengen 2-G-plus-Regeln stattfinden. Bild: Marcus Kaufhold

Trotz der hohen Infektionszahlen findet die „Interwhisky“ statt. Mit strengem Hygienekonzept funktioniert das Tasting. Die Besucher sind dankbar und geduldig.

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          An einem der Stehtische lehnt Rainer und beißt in sein mitgebrachtes Käsebrot. Neben sich hat er das Probiergläschen mit einem guten Schluck Single Malt darin. Elf- oder zwölfmal war er wohl schon auf der „Interwhisky“, erzählt der Mann, der unter der karierten Weste ein feines, hellblaues Hemd trägt. In den Neunzigern, in Schottland, ist bei ihm die Whisky-Begeisterung entbrannt. Ein Destillerie-Besuch stand damals auf dem Reiseprogramm. Rainer war sofort fasziniert von den Männern, die so viel Arbeit, so viel Ehrgeiz in ihr Handwerk legen. „Eigentlich ist ein Whisky auch nur ein Schnaps, doch für mich steckt viel mehr dahinter.“

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Whisky-Messe im Gesellschaftshaus des Palmengartens bietet ihm die Gelegenheit, viel Neues und viel Rares zu probieren: „Die Auswahl ist wirklich enorm.“ Doch weil selbst beim routiniertesten Whisky-Profi die Geschmacksnerven irgendwann kapitulieren, hat Rainer kleine Fläschchen mitgebracht, die er vorher nummeriert hat. In sie lässt er sich abfüllen, was er nicht direkt trinken kann – für ein Tasting zu Hause.

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