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„Rock gegen rechts“ : Omas und Mütter rocken für Demokratie

  • -Aktualisiert am

Rockte auch gegen rechts: Ska-Band Revolte Tanzbein vor der Alten Oper Bild: Wonge Bergmann

15.000 Besucher sind zu „Rock gegen rechts“ vor die Frankfurter Alte Oper gekommen. Darunter auch ältere Semester - mit einer bedenkenswerten Begründung.

          Ein bisschen fällt Heike Arnolds beim „Rock gegen rechts“-Konzert vor der Alten Oper schon auf. Nicht nur wegen ihrer kurzen Haare mit Lilastich, sondern vor allem wegen des hellgrauen Stoffansteckers an ihrer Brust: „Omas gegen rechts“ steht darauf. Über das Internet hat sie sich mit einigen anderen älteren Damen zu der Veranstaltung verabredet. „Wir sorgen uns um die Demokratie in Deutschland und haben die Zeit, etwas zu unternehmen“, sagt Arnolds. Viele Mitglieder der jüngeren Generation sähen demokratische Verhältnisse als selbstverständlich an. Deshalb wolle sie darauf aufmerksam machen, dass es nicht so sei.

          Insgesamt rund 15.000 Menschen haben sich am Samstag vor der Alten Oper versammelt. Zwölf Bands sorgen auf der Bühne für den musikalischen Rahmen, dazwischen gibt es Ansprachen, unter anderem von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

          Die Sache mit dem Fuß auf dem Boden

          Er sei stolz auf den Zusammenhalt unter den Frankfurtern, der auch durch die Vielfalt der Stadt entstehe, sagt das Stadtoberhaupt: „Zu all den Rechten und Demagogen sage ich, dass Frankfurt davon keinen Fußbreit abweichen wird.“

          Einige Meter abseits des Trubels hat die Veranstaltung eher Schulfestcharakter. Kleine Kinder spielen auf einer Rutschbahn, andere duellieren sich mit Ballonschwertern. Zwei Schwestern sind mit ihrem Nachwuchs gekommen. Sie wollen dabei sein, wenn Frankfurt ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setze, sagen sie. „Die ganze Zeit konnten Nazis in Frankfurt keinen Fuß auf den Boden bekommen“, aber das sei inzwischen anders. Da müsse man dagegenhalten.

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