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Zu Besuch in Frankfurt : Kanzler ohne Ballkontakt

Ehrenplatz: Kanzler Scholz mit DFB-Präsident Neuendorf in der Trainingshalle. Bild: dpa

Olaf Scholz besucht im Rahmen seiner Sommerreise Frankfurt. Die Aufregung hält sich in engen Grenzen. Im Industriepark inspiziert er innovative Zukunftsideen, auf dem DFB-Campus fordert er Rechte für Fußballerinnen ein.

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          Ein Bundeskanzler ist kein amerikanischer Präsident, hat aber im Fußball-Umfeld scheinbar auch nicht den Status von Bayern München: Rund um den DFB-Campus gab es am Dienstag erstaunlich wenige Sicherheitsvorkehrungen, die bei einem Besuch eines amerikanischen Staatsgasts anders ausgefallen wären. Aber selbst auf dem Rasen war kein Gruß mit Kreide aufgezogen, um Olaf Scholz (SPD) auf dem erst im Juni offiziell eröffneten DFB-Campus zu begrüßen. Dort stand noch: „Herzlich willkommen FCB“ – der deutsche Fußballmeister hatte vor seinem 6:1-Sieg bei der Eintracht auf dem Rasen trainiert.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der fehlende Gruß an den Kanzler passte zur geschäftigen Unaufgeregtheit rund um den Kanzlerbesuch, der beim DFB vor allem weilte, weil er über Gleichbehandlung der Frauen im Fußball reden wollte. Während der Europameisterschaft adressierte Scholz einen Tweet mit deutlicher Aufforderung an den DFB: „Wir haben 2022. Frauen und Männer sollten gleich bezahlt werden. Das gilt auch für den Sport, besonders für Nationalmannschaften.“ Seine Botschaft versah er mit dem plakativen Hashtag #equalpay. Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff hatte daraufhin recht barsch geantwortet, dass er Scholz gerne das Fußballgeschäft erkläre.

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