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Die Frankfurter FDP schlägt Yanki Pürsün als OB-Kandidat vor. Bild: Michael Braunschädel

OB-Kandidaten von FDP und BFF : Pürsün für Integrität, Pfeiffer für „alle Frankfurter“

Nach CDU, Grünen und SPD wird am Mittwoch die Frankfurter FDP einen eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten benennen. Empfohlen wird Fraktionschef Yanki Pürsün. Die Bürger für Frankfurt benennen ebenfalls einen Bewerber.

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          Die Frankfurter FDP will bei der Oberbürgermeisterwahl am 5. März des nächsten Jahres mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen. Das hatte die Partei schon unmittelbar nach der Abwahl von Peter Feldmann Anfang November mitgeteilt. Wie Parteichef Thorsten Lieb jetzt ankündigte, wird er dem Kreisvorstand vorschlagen, den derzeitigen Fraktionschef im Römer und Landtagsabgeordneten Yanki Pürsün als Kandidaten der Kreismitgliederversammlung zu empfehlen. Dieser tagt an diesem Mittwoch und wird den Kandidaten nominieren.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich freue mich sehr, dass Pürsün zugesagt hat, diese Kandidatur zu übernehmen“, sagte Lieb der F.A.Z. Der Parteivorsitzende, der zudem Bundestagsabgeordneter ist, hatte früh signalisiert, dass für ihn die Kandidatur keine Option sei. „Das muss jemand tun, der einen kommunalpolitischen Fokus hat“, sagte Lieb. Für ihn seien damit neben Pürsün auch die beiden Stadträtinnen Stephanie Wüst und Annette Rinn ebenso infrage gekommen. Dem Vernehmen nach hat Wüst trotz starken Werbens abgelehnt.

          Für Lieb ist der 50 Jahre alte Pürsün eine Idealbesetzung, da er wie kein Zweiter dafür stehe, dass „Politik viel mit Arbeit und Integrität zu tun hat“. Pürsün hatte sich im Zusammenhang mit der AWO-Affäre als Aufklärer verdient gemacht. Lieb zufolge habe er damit „maßgeblich zu der Situation beigetragen, in der wir jetzt sind: der Wahl eines neuen Oberbürgermeisters.“ Die FDP hatte zuletzt vor 21 Jahren einen eigenen Oberbürgermeisterkandidaten benannt.

          Sieben OB-Kandidaten stehen fest

          Die Bürger für Frankfurt (BFF) werden mit Mathias Pfeiffer bei der Oberbürgermeisterwahl am 5. März antreten. Wie die BFF mitteilt, ist der 56 Jahre alte Vorsitzende der unabhängigen Wählervereinigung und Fraktionschef der BFF im Römer bei einer Enthaltung einstimmig auf einer Aufstellungsversammlung der BFF am Wochenende gewählt worden.

          Pfeiffer kündigte an, ein Kandidat für alle Frankfurter sein zu wollen. Mit Pfeiffer hat sich der Kreis der Oberbürgermeisterkandidaten, die von einer Partei nominiert und zum Teil auch schon gewählt worden sind, auf sieben erhöht. Das ist neben Manuela Rottmann (Die Grünen), Uwe Becker (CDU), Mike Josef (SPD), Daniela Mehler-Würzbach (Die Linke) und dem jetzt nominierten Yanki Pürsün (FDP) auch Andreas Lobenstein (AfD). Daneben haben auch der als „Bahnbabo“ bekannte Straßenbahnfahrer Peter Wirth und die Event-Veranstalterin Maja Wolff angekündigt, bei der Oberbürgermeisterwahl anzutreten.

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