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Nargess Eskandari-Grünberg : „Frankfurts guten Ruf erneuern“

Oberbürgermeisterin für einige Monate: Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg ist bis zur Wahl im März kommissarisches Stadtoberhaupt. Bild: Michael Braunschädel

Bis zur Wahl eines neuen Stadtoberhaupts ist Nargess Eskandari-Grünberg kommissarische Oberbürgermeisterin von Frankfurt. Nun stellt sie ihren Arbeitsstil und ihre Schwerpunkte vor.

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          Das Paulskirchen-Jubiläum vorbereiten, die desolate Situation bei der Ausländerbehörde verbessern, vernachlässigte Städtepartnerschaften pflegen und einen anderen, diskursfreudigen Auftritt der Stadt beim Weltwirtschaftsforum in Davos Mitte Januar organisieren: Diese Aufgaben hat sich die kommissarische Frankfurter Oberbürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg für die nächsten vier, vielleicht auch fünf Monate vorgenommen. Mit all dem wolle sie versuchen, den „guten Ruf Frankfurts“ wiederherzustellen, und „verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“. Warum sie für die kurze Interimsphase, in der sie Frankfurter Stadtoberhaupt ist – die Frankfurter sind für den 5. März zur nächsten Oberbürgermeisterwahl aufgerufen – so viele Dinge anstoßen will, die erst langfristig wirken können, beantwortet die Grünen-Politikerin mit dem kurzen Hinweis: „Ich werde nicht im Büro sitzen und Kaffee trinken.“

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am 11. November um Mitternacht hatte Eskandari-Grünberg das Amt des abgewählten Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) übernommen. In einem ersten Schritt hat sie sich damit beschäftigt, die nach der Abwahl vakanten Aufsichtsratsmandate bei den städtischen Gesellschaften wieder zu besetzen. Sie habe sich mit dem Magistrat verständigt, den Vorsitz in den Gremien an den jeweiligen Fachdezernenten zu übertragen. Die entsprechenden Verfügungen seien auf dem Weg. „Ich hätte es mir einfach machen und alle Mandate übernehmen können“, sagte Eskandari-Grünberg, manche hätte sie auch „sehr gerne wahrgenommen.“ Doch ihr sei eine faire und fachlich orientierte Verteilung der Mandate wichtig gewesen.

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