https://www.faz.net/-gzg-9s9bc

Freiluftsliv und Brunost : So leben die 131 Norweger in Frankfurt

  • -Aktualisiert am

Gunnhild Brumm und Eileen von Schüssler: Ein Teil von ihnen wird immer „stolze Norwegerin“ sein. Bild: Wolfgang Eilmes

Norwegen kommt in dieser Woche nach Frankfurt – als Gastland der Buchmesse. Viele Norweger gibt es nicht in der Stadt. Aber hier erzählen sechs von ihnen, was sie an den Main verschlagen hat.

          6 Min.

          Als Martin Georg Halvorsen zum zweiten Mal nach Deutschland reisen wollte, scheiterte er an der Grenze zwischen Innsbruck und Garmisch-Partenkirchen. Mit einem Interrail-Ticket und wenig Gepäck war er im Sommer 1974 durch Europa gefahren. An der Grenze zu Deutschland musste er feststellen, dass er seinen Reisepass in der Jugendherberge in Innsbruck liegen gelassen hatte. Die Konsequenz: – Die Grenzbeamten verweigerten ihm die Einreise. 45Jahre später ist er dankbar, dass das Schengen-Abkommen das Reisen in weiten Teilen Europas wesentlich einfacher gemacht hat.

          Der Dreiundsechzigjährige lebt seit einem knappen Jahr in Frankfurt und arbeitet für die Europäische Zentralbank. Sein Aufenthalt ist auf drei Jahre befristet, noch spricht er lieber Englisch als Deutsch. Für Deutschland interessiert er sich aber schon seit seiner Jugend: Anfang der siebziger Jahre war seine Familie in Norwegen zu einer Gartenparty mit dem damaligen Bundeskanzler Willy Brandt und seiner aus Norwegen stammenden Frau Rut eingeladen. Auch die Sprache habe ihm gelegen, die besten Schulnoten habe er im Fach Deutsch gehabt. Obwohl Halvorsen noch nicht lange in Deutschland lebt, fallen ihm einige Unterschiede zu Norwegen auf. So ist er aus seiner Heimat ein stärkeres Umweltbewusstsein gewohnt: „Norwegen ist das Land mit den meisten Elektroautos.“ Der Staat fördere die Elektromobilität, es gebe landesweit viele Ladestationen, er selbst fahre auch ein E-Auto.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Kleiderordnung für Männer und Frauen: Der Körper muss mindestens zwischen Knie und Bauchnabel verhüllt sein.

          Gründungsidee : Ein Schwimmbad für Muslime

          Durch den Bau eines Schwimmbads für Muslime will Abdullah Zeran die Integration vorantreiben. Was nach einem Widerspruch klingt, ist seiner Ansicht nach eine Chance.